Archiv f√ľr den Autor: Helga Segatz

Die Summe aller Möglichkeiten

Juli 2021
von Olivier Adam

Ein spannendes Buch, √ľber Episoden im Leben von zweiundzwanzig Personen, die nichts versprechen und nichts besch√∂nigen Da flippt ein Fu√üballspieler auf dem Feld aus und wird von zwei anderen fast zu Tode gepr√ľgelt, die eigentlich gar nichts mit ihm zu tun haben. Da gibt es ein alterndes Ehepaar, die Frau schwer krebskrank, die sich kein Leben ohne einander vorstellen k√∂nnen. Das Haus ist leer und “die Kleine” auch schon
40 Jahre alt. Wie in einem Kriminalroman, geht der Autor der Frage nach, was seine Personen in der Tiefe der Seele beschreibt. Wendepunkte, Kreuzungen in all diesen Leben, falsche Entscheidungen, Situationen und Momente, die so … aber auch ganz anders h√§tten stattfinden und in denen auch kleine Momente gro√üe Auswirkungen haben k√∂nnen. Einmal begonnen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Der Duft von bitteren Orangen

Juni 2021
Claire Hajaj und Karin Dufner

Der siebenj√§hrige Salim, dessen Vater ein pal√§stinensischer Orangenz√ľchter in Jaffa ist, darf endlich die ersten Fr√ľchte von dem Baum ernten, den sein Vater zu seiner Geburt gepflanzt hat.
Der Krieg, der ausbricht zwingt die Familie zur Flucht und von diesem Tag an tr√§umt Salim davon, zu seinem Baum zur√ľckzukehren.
Gleichzeitig w√§chst Judith in England in ihrer j√ľdischen Familie auf. Als sich Salim und Judith begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt die Beziehung auf eine harte Probe.

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit

Mai 2021
Mai Thi Nguyen-Kim (Droemer Verlag)

Mit unbestechlicher Logik und analytischem Scharfsinn untersucht die Wissenschaftsjournalistin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim brennende Streitfragen unserer Gesellschaft und geht der Frage nach: wie politisch darf die Wissenschaft sein? Wunderbar unaufgeregt und kurzweilig vermittelt sie was an Erkenntnissen wissenschaftlich belegt ist und niemand in Abrede stellen kann. Es geht um die Legalisierung von Drogen, um die Bezahlung systemrelevanter Berufsgruppen, im klinische Studien zur Impfpflicht, die Erblichkeit von Intelligenz und vieles mehr. In diesem Buch erfährt man, wo die Fakten aufhören, wo wissenschaftliche Belege und Zahlen fehlen, wo man also völlig berechtigt unterschiedlichster Ansicht sein kann. Sehr lesenswert!

Tao Te Puh

April 2021
Benjamin Hoff

Das Buch vom Tao und von Puh dem Bären
Ein Buch, das ich vor vielen vielen Jahren gelesen und eben wiederentdeckt habe. Auf einfache und verst√§ndliche Weise werden hier die Grundeinstellungen des TAO vermittelt und dabei Beispiele aus dem Alltag aufgegriffen, die JEDE/R verstehen kann. Ein zauberhaftes Buch, das einf√ľhlsam und heiter die Prinzipien des Wu Wei erkl√§rt.
Unbedingt empfehlenswert!

Auf! Atmen. Die Kraft die uns mit allem verbindet.

Sonntag, 04.04.2021 von 8.30 – 9.00 Uhr in Radio BR 2

Auf! Atmen.
Die Kraft, die uns mit allem verbindet

von Matthias Morgenroth

Als Podcast und in der Bayern 2 App verf√ľgbar

Wir kommen mit dem Atem, wir gehen mit dem Atem. Doch w√§hrend des Getriebes des Alltags vergessen wir ihn meist. Atmen scheint von selbst zu gehen. Diese Atemvergessenheit ist schade, findet Atemtherapeutin Ruth Neureiter aus dem oberbayerischen Gilching. Und w√§hrend Yoga oder Qi Gong selbstverst√§ndlich in der therapeutischen Arbeit oder auch zur pers√∂nlichen spirituellen √úbung eingesetzt werden, wird die reine Kraft des Atems oft vergessen. Atemtherapie “zeigt Wege zu einer ganzheitlichen Erfahrung des Atems, in dem die selbst heilenden Kr√§fte zur Wirkung kommen k√∂nnen”, sagt Ruth Neureiter. “Einfach Atmen”, so nennt Helga Segatz aus M√ľnchen ihr Buch mit Anleitungen zum bewussten und gesunden Atmen. Der Titel zeigt schon: So einfach ist es offenbar nicht, sonst br√§uchte es keine Anleitung. Helga Segatz arbeitet mit Atemmassagen, um Leib und Seele ins Gleichgewicht zu bringen.
In vielen √∂stlichen Meditations√ľbungen spielt der Atem eine gro√üe Rolle. In der christlichen Tradition bislang eher weniger. Das mag auch mit der Leibvergessenheit des Westens zusammenh√§ngen. Dabei gibt es auch hier Spuren der Weisheit, dass Leben, Gott und Atem zusammenh√§ngen: Im Hebr√§ischen, der Sprache des Alten Testaments, haucht Gott dem Erdklumpen seinen Lebensatem ein – “Nefesch” auf Hebr√§isch. “Nefesch” – ein und dasselbe Wort f√ľr Seele und Atem. Matthias Morgenroth geht auf Entdeckungsreise: Was vermag der Atem, wenn wir uns mit ihm verbinden? Weiterlesen

Atemferienkurs in Zypern (nächstes Mal: 29.05. Р05.06.21)

Im Oktober 2020 konnte ein Atemkurs in Zypern, Nähe Paphos stattfinden.
Es war f√ľr uns alle ein mulmiges Gef√ľhl, zu fliegen. Niemand konnte sagen, was uns erwarten w√ľrde. Bei der Ankunft wurde der ganze Flieger getestet und wir hatten am n√§chsten Tag die Ergebnisse. So war es m√∂glich, dass wir wie fr√ľher zusammen atmen konnten – dennoch haben wir zus√§tzlich die Abst√§nde eingehalten. Bei 28 Grad konnten wir bis 23 Uhr ohne Jacke draussen sitzen und im 23 Grad warmen Meer baden. Es war noch einmal Sommer! Im Nachhinein eine wunderbare Zeit und gerade noch rechtzeitig vor dem n√§chsten Lockdown.

Stimmen der Teilnehmerinnen:
Jutta L.: ‚ÄěEin Ausblick f√ľr die Seele und jeden Morgen ein wunderbarer Start in die Atemstunde mit Helga!‚Äú
Elvira B:”Atmen….den eigenen Atem achten… gef√ľhrt werden zum innersten Wesenskern … neue Facetten sehen, eigene Wurzeln erkennen ……Freiheit f√ľhlen! Und nat√ľrlich lag es an deiner Art, einzelne Menschen zu einer Gruppe zu formen, die tr√§gt. Dadurch k√∂nnen solche tiefen Erfahrungen dann beim Einzelnen, umgeben von der Gruppe, f√ľhlbar werden”.
Angela H: “: Ich habe mich auf den Weg gemacht, durfte eine Woche durchatmen und bin “durchgel√ľftet” und gest√§rkt in den Alltag zur√ľckgegangen. Eine wichtige Erfahrung, besonders in schwierigen Zeiten.”
Karin S:”Eine wunderbare Gelegenheit, Sch√∂nes zu erleben, sich zu √∂ffnen und die eigenen Atemr√§ume unter der liebevollen Anleitung von Helga (neu) zu entdecken‚Äú.
Marianne W: ” Die Woche war mit dem Atmen am Vormittag und freien Nachmittagen gut strukturiert. Der indianische Morgengru√ü hatte stets eine die Gruppe verbindende und mich pers√∂nlich fr√∂hlich einstimmende Wirkung. Die Stunden auf Hocker und Matte haben mich unterschiedlich ber√ľhrt – einiges war bekannt, vieles neu, die Atemr√§ume kennen zu lernen und bewusst zu machen tat gut.

Warum ist beim Training die Pulskontrolle so wichtig?

von Helga Segatz

Foto: Michael Seyffer, Leipzig

Das Fr√ľhjahr lockt damit, die Pfunde vom Winter loszuwerden, die man/frau sich m√∂glicherweise zugelegt hat. Was liegt da n√§her, als die Turnschuhe auszupacken und den Stoffwechsel mit Walking oder Joggen anzuregen?
Ein Ausdauertraining verbessert den Gesundheitszustand des Menschen und hat positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, reduziert das Herzinfarkt Risiko, stärkt das Immunsystem und reduziert das Gewicht, indem der Fettstoffwechsel erhöht wird. Viele Menschen wissen aber nicht recht, wie das geht.
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Was Nina wusste

Februar 2021
von David Grossmann

Ebenfalls ein Roman √ľber eine Frau, die in Kroatien sehr bekannt ist. Drei Frauen, Vera, ihre Tochter Nina udn ihre Enkelin Gill k√§mpfen mit einem alten Familiengeheimis. Gill beschlie√üt zu Veras 90. Geburtstag einen Film √ľber ihre Gro√ümutter zu drehen und f√§hrt mit ihr und ihren Eltern  nach Kroatien, auf die fr√ľhere Gef√§ngnisinsel Goli Otok. Was genau geschah damals, als sie von der jugoslawischen Geheimpolizei verhaftet wurde? Warum war sie bereit ihre 6 j√§hrige Tochter wegzugeben und in dieses Lager zu gehen, anstatt sich durch ein Gest√§ndnis freizukaufen?
Es ist ein fesselnder Roman, den David Grossmann mit großer Meisterschaft erzählt.

Unorthodox

Januar 2021
von Deborah Feldman (btb Verlag)

Zuerst hab ich die Netflix Serie dazu gesehen und war total begeistert. So sehr, dass ich das Buch, das schon seit ca. 1 Jahr bei mir ungelesen rumlag, anschließend zu lesen begann. Es war ebenso spannend wie der Film und dazu vieles neu und anders erzählt. Mich wundert es nicht, dass es dieses Buch schlagartig auf die Bestsellerliste der New York Times geschafft hat.
Es ist der autobiographischer Bericht einer jungen Frau, die in der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, aufw√§chst. Dort herrschen die strengsten Regeln einer ultraorhodoxen Gemeinde weltweit. Deborah Feldmann beschreibt den gelebten Alltag in dieser Gemeinde, die Unterdr√ľckung der Frau, von ihrer Zwangsehe und den allt√§glichen √Ąngsten in diesem Leben. Mit beispielhaften Mut und ungeheurer Kraft schafft sie es, diese Gemeinde zu verlassen und lebt heute mit ihrem Sohn in Berlin.

Über das Gähnen

“G√§hnen ist die Urform der Tiefenatmung” sagt Alice Schaarschuch.
Alle S√§ugetiere g√§hnen, selbst V√∂gel, Fische und Reptilien. Warum also ist es in der √Ėffentlichkeit so verp√∂nt und wird unterdr√ľckt – nehmen wir die Hand vor den Mund um es zu verbergen?
G√§hnen verbessert die Lungenfunktion, hilft Stress abzubauen (beeinflusst z.B. den Spannungszustand der Muskulatur), aktiviert das Nervensystem (Blutgef√§√üe, Dr√ľsen, Schleimh√§ute) und im MRT wird sichtbar, dass beim G√§hnen dieselben Hirnareale aktiv sind wie bei der Selbsteinsch√§tzung oder dem autobiographischen Ged√§chtnis. Es sind dieselben Neurotransmitter unterwegs, die auch den Appetit und die Emotionen beeinflussen. Es wird vermehrt Serotonin ausgesch√ľttet, was zu einem Gef√ľhl der Gelassenheit und innerer Ruhe f√ľhrt, d√§mpft Aggression, Angst, Kummer-, und Hungergef√ľhle. Auch Dopamin wird beim G√§hnen vermehrt ausgesch√ľttet udn so wird vermutet, dass G√§hnen neben Lachen und Weinen das Verarbeiten von schmerzhaften Gef√ľhlen beg√ľnstigt. Weiterlesen

Raunächte

Den Raun√§chten (25.12. ‚Äď 06.01.) wurde in ganz Europa besondere Bedeutung zugemessen. Es sind 12 N√§chte, die ihren Ursprung vermutlich in der Zeitrechnung des Mondjahres haben. In den Mythologien wird oft angenommen, dass zwischen den Jahren die Gesetze der Natur ausser Kraft gesetzt sind, und man mit dem Geist von Tieren, Pflanzen und Verstorbenen in Kontakt kommen kann. Was immer da f√ľr einen pers√∂nlich bedeutsam sein mag ‚Äď unbestritten ist es ein √úbergang: Das alte Jahr wird abgeschlossen und ein neues Jahr beginnt.

M√∂ge es f√ľr alle Hoffnung, Zuversicht und Frieden bereit halten.

Adressat Unbekannt

Dezember 2020
von Kressmann Taylor (Atlantik Verlag)


Dieses erstaunliche Buch wurde zum ersten Mal 1938 ver√∂ffentlicht, es zu lesen ist ein Erlebnis besonderer Art und dazu brandaktuell. Elke Heidenreich beschreibt es im Nachwort so: “Ich habe nie auf weniger Seiten ein gr√∂√üeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit un√ľbertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender K√ľrze,kein Wort zuviel, keines fehlt …”
Dem ist nichts hinzuzuf√ľgen und ich staune, dass mich dieses Buch erst jetzt gefunden hat. 

Gottesdienst zum Thema Atem

Zur Semesterer√∂ffnung an der Philippsuniversit√§t in Marburg wurde Prof. Marcel Martin eingeladen eine Predigt zum Thema “Panzer des Glaubens” zu halten. Es wurde eine Predigt f√ľr den Atem …

Ehre

November 2020
von Elif Shafak  (Kein & Aber Verlag)

Pembe erhoft sich ein erf√ľllteres Leben, als sie mit ihrem Mann udn drei Kindern von Istambul nach London zieht. Doch die Familie scheint weder den Anspr√ľchen ihrer alten noch der neuen Kultur gerecht zu werden. Als Pembe Elias kennenlernt er√∂ffnet dieser ihr neue Horizonte. Jamila, die Zwillingsschwester von Pembe, die in Istanbul ein einsames Dasein fristet sp√ľrt, dass sich mit der neuen Bekanntschaft gro√ües Unheil anbahnt und entschlie√üt sich dazu, nach London zu reisen.
Es ist ein monumentaler Generationenroman √ľber Liebe, Familie udn eine Tat, deren Wucht niemanden unber√ľhrt l√§sst.

Madame le Commissaire

Oktober 2020
von Pierre Martin (Knaur Verlag)

Wer die Provence liebt, sollte diese Literaturreihe lesen. Man riecht f√∂rmlich den Lavendelduft und die gute franz√∂sische K√ľche. Man erfreut sich an den etwas verschrobenen Einwohnern Fragolins im Hinterland der C√īte d’Azur und eben an Mme. le Commissaire, Isabelle Bonnet, ihren vielf√§ltigen Beziehungen und die Leichtigkeit in der sie Dinge zusammenbringt und Kriminalf√§lle l√∂st.
Unbedingt in der Reihenfolge lesen!!
Eigentlich m√∂chte man dann gleich mal verreisen … und nat√ľrlich in die Provence!