Atem- und Herzrhythmus

sind eng aneinander gekoppelt. Das Verh√§ltnis von Atmung zu Herzschlag betr√§gt in Ruhe und im Schlaf 1:4. Bei 15 ‚Äď 20 Atemz√ľgen pro Minute erfolgen 60 ‚Äď 80 Herzschl√§ge. Bei Belastung erh√∂ht sich die Zahl der Atemz√ľge und bei Entspannung verringert sie sich. Schnelleres Atmen beschleunigt den Herzschlag, weil das gr√∂√üere Sauerstoffangebot zu den Organen gebracht werden muss. Umgekehrt verlangsamt sich der Herzschlag bei langsamerer Atmung. Ein hoher Ruhepuls gekoppelt mit √Ąngsten kann zu einer sog. Panikattacke f√ľhren. Je flacher die Atmung, desto schneller ist sie ‚Äď und desto h√∂her ist in der Regel die Herzfrequenz.
Die maximale Sauerstoffaufnahme h√§ngt mit der Gr√∂√üe des Herzminutenvolumens (= Schlagfrequenz mal Schlagvolumen/Minute) zusammen. Ausdauersportarten verbessern das Herzschlagvolumen. Das sog. ‚ÄěSportlerherz‚Äú schl√§gt in Ruhe oft nur 40 Mal pro Minute und kann mit weniger Schl√§gen mehr Blut bef√∂rdern als das eines Untrainierten. Ein untrainierter K√∂rper muss fast dreimal soviel atmen um seinem K√∂rper dieselbe Energie zuzuf√ľhren wie ein Trainierter. Es empfehlen sich also Ausdauersportarten, wie Laufen, Schwimmen, Radfahren f√ľr eine optimale Sauerstoffaufnahme und -verwertung.
Bei Stress, Angst oder Aufregung kommt es meist zu einer verst√§rkten Einatmung und zu ungen√ľgender Ausatmung. Kohlendioxid und Schlacken, die Abfallprodukte des Atmens, stauen sich in der Lunge und werden ins Blut abgedr√§ngt. Dies kann zu einer vor√ľbergehenden Vergiftung f√ľhren und sich in Unruhe, M√ľdigkeit und Ersch√∂pfungszust√§nden √§u√üern. Meist ist es den Menschen nur ungen√ľgend bewusst: nur ein vollst√§ndiges Ausatmen kann ein wirklich tiefes Einatmen erm√∂glichen! Eine st√§ndige Unterversorgung des K√∂rpers mit Sauerstoff kann zu anhaltenden Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen, rascher Erm√ľdung und Konzentrationsschw√§che f√ľhren.¬† Chronische Bronchitis und Asthma sind Ausatem-St√∂rungen, die einhergehen mit erh√∂hter Schleimhautproduktion in den Luftwegen und anhaltendem Husten, um diesen Schleim wieder loszuwerden. Aufgrund der Verkrampfung (Spasmen) in der Bronchialmuskulatur (z.B. durch √úberreaktion auf exogene und endogene Stoffe) kann es zur Obstruktion (= Verschluss) der Atemwege kommen und z.B. einen Asthmaanfall ausl√∂sen. Da die Lunge sich nicht aktiv bewegen kann ‚Äď sie besitzt, anders als das Herz, keine eigene Muskulatur ‚Äď und sie sich nur in einem begrenzten Ma√ü √ľber ihre elastischen Fasern zusammenziehen kann, muss sie passiv bewegt werden. Dies geschieht durch die Muskulatur des Brustkorbs und des Zwerchfells, die aktiv bewegt werden k√∂nnen.