Archiv f√ľr den Monat: Januar 2017

Die verborgene Sprache der Blumen

Dezember 2016
von Vanessa Diffenbaugh (Knaur Verlag)
2017_blumen
Die 18-j√§hrige Waise Victoria h√§lt jeden, der ihr nahekommen will auf Abstand. Als kleines M√§dchen hat sie die Sprache der Blumen und ihrer Bedeutung erlernt und kann nur dar√ľber in die Begegnung mit Menschen gehen.
Ein Buch, bei dem man Raum und Zeit vergisst und jede Minute nutzt zu ihm und der Geschichte zur√ľckzukehren.

Die Schuld der Anderen

November 2016
von Gila Lustiger (Berlin Verlag)
2017_schuld
Der Journalist Marc Rappaport bekommt einen Hinweis auf einen Prostituiertenmord, der vor 27 Jahren geschah und jetzt durch einen DNA Vergleich l√∂sbar erscheint. Dabei st√∂√üt er bald auf Verstrickungen von Wirtschaft, Geld und Politik. Was als klassische Ermittlungsarbeit beginnt, wird zu einem athmosph√§risch dicht erz√§hlten Gesellschaftsroman √ľber ein ganzes Land und unsere Gegenwart.

√úber G√ľnther Braunger

eine Biographie von Helga Segatz
G√ľnther Braunger, ein genialer Heilpraktiker dieses Jahrhunderts, wurde am 08.05.1933 in M√ľnchen geboren und starb dort am 09.02.1999 im Alter von fast 66 Jahren.

G√ľnther Braunger wurde Im Mai 1933, also kurz nach der Machtergreifung Hitlers, der am 30.01.33 von Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt wurde. Bereits zwei Tage nach seiner Geburt fand auf dem K√∂nigsplatz in M√ľnchen eine B√ľcherverbrennung statt. Die ersten Luftangriffen auf M√ľnchen begleiteten seine Einschulung und es fanden die ersten Judendeportationen statt.
1939 f√ľhrte der deutsche Angriff auf Polen zum 2. Weltkrieg. G√ľnther Braunger wuchs gemeinsam mit seiner Schwester auf in einer Gesellschaft, die gepr√§gt war von der Diktatur Hitlers und seiner Partei, der
NSDAP. Sein Elternhaus konnte man als ‚Äěgutb√ľrgerlich‚Äú bezeichnen: Der Vater war Inhaber eines Verlags, seine Mutter sorgte f√ľr den Haushalt.
Um zu den sp√§teren Werdegang G√ľnther Braungers besser zu verstehen ist es hilfreich zu wissen, dass um 1900 eine Lebensreformbewegung begann, die alle Bereiche der Menschen und der Gesellschaft erfasste. Sie erreichte ihren H√∂hepunkt 1925 und bewarb eine naturnahe Lebensweise, die im Alltag der Menschen als geistige Str√∂mung pr√§sent war.
Die Industrialisierung wurde verurteilt. Im Sinne dieses ‚ÄěZur√ľck zur Natur‚Äú wurde die √∂kologische Landwirtschaft, der Vegetarismus, die Freik√∂rperkultur, die Turnbewegung beworben. Die  Naturheilkunde erfreute sich zunehmender Beliebtheit und auch die Hom√∂opathie.
Der Kneippbund hatte zahlreiche Anh√§nger. Dies machte sich die NSDAP zu Nutze: 1933 wurde die ‚ÄěDeutsche Lebensreform-Bewegung‚Äú gleichgeschaltet und ging in die naturgem√§√üe Lebens-und Heilweise der NSDAP auf. Aus der Erfahrungs-, und Laienheilkunde entwickelte sich der Heilpraktiker, der 1936 als freier Beruf anerkannt wird.

Die in M√ľnchen bekannte Arztpers√∂nlichkeit Dr. med. Ludwig J. Schmitt erwirbt 1929 am Siegestor ein Geb√§ude in dem er eine Atemklinik errichten wird, die gro√üen Zulauf hatte. Dort kamen alternative Heilverfahren zur Anwendung wie z.B. Hom√∂opathie, Kneippanwendungen sowie viele Arten von Kr√§uterb√§dern. Dar√ľber hinaus propagierte Schmitt Yoga√ľbungen und interessierte sich f√ľr die Lehren des Paramahansa Yogananda . Der Arzt vertrat den Ansatz, dass es zwischen dem k√∂rperlichen Krankheitsgeschehen und psychischen Vorg√§ngen eine Verbindung gibt. In den politischen Wirren jener Zeit wurde die Klinik geschlossen und Dr. J. Ludwig Schmitt kam in Haft. Im Mai 1941 nahm die Schmitt Klinik ihre T√§tigkeit wieder auf und ab jetzt stand die Atemmassage im Mittelpunkt seiner Therapie. 
Die Begegnung mit diesem Arzt war f√ľr G√ľnther Braunger von schicksalhafter Bedeutung. Weiterlesen