<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Atmen</title>
	<atom:link href="http://www.atemmassage.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.atemmassage.de</link>
	<description>mit Helga Segatz</description>
	<lastBuildDate>Tue, 01 May 2012 15:16:35 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Atemtherapie für Krebspatienten</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2012/04/atemtherapie-fur-krebspatienten/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2012/04/atemtherapie-fur-krebspatienten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 14:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atemfundus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=2182</guid>
		<description><![CDATA[Angst, Unsicherheit und Stress machen Krebspatienten zu schaffen. Körper und Atem reagieren sofort und die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden sind beeinträchtigt. Die Deutsche Krebshilfe zeigt, wie eine Atemtherapie helfen kann: Klicken Sie hier!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angst, Unsicherheit und Stress machen Krebspatienten zu schaffen. Körper und Atem reagieren sofort und die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden sind beeinträchtigt. Die Deutsche Krebshilfe zeigt, wie eine Atemtherapie helfen kann: <a href="http:///www.youtube.com/watch?v=WkyTOxB51tA" target="_blank">Klicken Sie hier!</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2012/04/atemtherapie-fur-krebspatienten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Befreiter Naturatem</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2012/04/befreiter-naturatem/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2012/04/befreiter-naturatem/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 16:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=2121</guid>
		<description><![CDATA[von Alice Schaarschuch
Foto: Michael Seyffer, München
In ihrer tiefen Natur-, und Gottverbundenheit und mit ernster Verantwortung für die heilenden und die gefährdenden Atemkräfte schrieben die Weisen und Priesterärzte vergangener Kulturen die Lehren vom Atem den Geheimlehren zu. Sie durften nicht anders als von  Mensch zu Mensch weitergegeben werden und wurden jeweils denen erschlossen, die eine  gewisse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Alice Schaarschuch</p>
<div id="attachment_2129" class="wp-caption alignleft" style="width: 216px"><a href="http://www.atemmassage.de/2012/04/befreiter-naturatem/pusteblume-mittel/" rel="attachment wp-att-2129"><img class="size-full wp-image-2129" title="Pusteblume mittel" src="http://www.atemmassage.de/wordpress/wp-content/uploads/Pusteblume-mittel.jpg" alt="" width="206" height="137" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Michael Seyffer, München</p></div>
<p>In ihrer tiefen Natur-, und Gottverbundenheit und mit ernster Verantwortung für die heilenden und die gefährdenden Atemkräfte schrieben die Weisen und Priesterärzte vergangener Kulturen die Lehren vom Atem den Geheimlehren zu. Sie durften nicht anders als von  Mensch zu Mensch weitergegeben werden und wurden jeweils denen erschlossen, die eine  gewisse Stufe der Wesens- und Bewusstseinsentfaltung erreicht hatten. Das Erleben des Atems war Voraussetzung für jede weitere Entwicklung, Ausreifung und Kräftesteigerung im Menschen. Und heute? Es ist wohl noch nie soviel nach dem Atem gefragt worden wie in dieser katastrophen-reichen Zeit von den „nach Atem ringenden“ Menschen.<br />
Auch weniger gute Selbstbeobachter werden sich der Unruhe, Enge und Bedrängnis ihres  Atems im Betriebskampf dieser Zeit zwangsläufig bewusst. In allen Kreisen und Lebensaltern finden wir die Herz-, Kreislauf- und Atemnöte, die früher den Managern vorbehalten schienen, neben den anderen enorm sich häufenden Erkrankungen. Mehr als irgendeines der vergangenen turbulenten Jahrzehnte fordert das gegenwärtige den frei atmenden Menschen.<br />
Wenn viele auch nicht recht glauben, dass der Atem wirklich eine befreiende Rolle in ihrem Dasein spielen könnte, so lesen sie doch mit Interesse Zeitungsartikel über dieses Thema, üben nach bebilderten Vorschriften und nach täglichen Rundfunkbefehlen. Sie kaufen sich mehr oder minder gute Atemliteratur, suchen Yoga- und Atemgymnastiklehrer auf. Es scheint die Atemlehre keine geheime Sache mehr zu sein, sie liegt gleichsam<span id="more-2121"></span> offen auf der Straße. Wie aber kommt es, dass so viele doch nicht finden, was offen dargeboten scheint? Sie merken es selbst, dass sie „nicht weiterkommen“; dass sie im praktischen Alltag keinen Nutzen davon haben; dass sie keine Atem – und Daseinsfreude gewinnen, außer vielleicht einer selbstsuggerierten – machen sie doch mehrmals täglich ihre „Tiefatemübungen“. Ist es nicht so, dass fast alle mit starrem Blick die Augen aufreißen, den Rücken versteifen, Brustkorb hochdrängen, Leib einziehen, Hals und Schultern verkrampfen, also einen verpressten Angstatem sich anschaffen, wenn sie einmal „tiefer“ atmen wollen als gewöhnlich? Wenn auch nicht immer ganz so grotesk und offensichtlich, ist doch der übliche paradoxe, der Preß- und Angstatem das Kennzeichen des heutigen Menschen! Kommt solch ein Krampfatem irgendwo anders vor in der Natur, bei auch nur einem der atmenden Geschöpfe, so wie beim Menschen, diesem merkwürdigen Exemplar in Gottes großer Welt, das seinen Verstand und Eigenwillen benutzt, um ausgesprochen unorganische Experimente zu machen? Und das ebenso an seinem eigenen Körper wie in der ihn umgebenden Natur. Ein jeder weiß und sieht, welche Katastrophen und selbstgeschaffenen Abgründe auf diese Weise entstanden und noch zu erwarten sind.<br />
Von Gottfried Seume, Reiseschriftsteller aus dem 19. Jahrhundert, gibt es ein bekanntes Wort: „ Es würde alles besser gehen, wenn die Leute mehr gingen“. Aber nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen wage ich vielmehr zu sagen: Es würde alles besser gehen, wenn die Leute besser atmeten. Das heißt, wenn sie wieder „zu Atem kämen“, und das heißt wiederum: wenn der Mensch zu Ruhe und innerer Ordnung fände, angstlos aus seiner Mitte, aus seinem eigentlichen, wahrhaftigen Wesen wieder zu leben lernte.<br />
Zu Atem kommen, ja – aber Mitte und Gleichgewicht, zu sich selber und zum anderen finden, können wir solche weitreichendes Ergebnis wirklich von einer Umstimmung und Befreiung des Atems erwarten? Vom Atem allein? Nun, wir wissen, es gibt s vielerlei Schicksals-, Überzeugungs- und Lebenswege, wie es verschieden geartete Menschen gibt. Aber man wird zugeben müssen, dass keine der verschiedenen Erlebensmöglichkeiten ohne den Atem zu denken ist.<br />
Es ist so, dass der Atem eine ganz eigene Rolle in unserem Dasein spielt. Er reagiert sowohl auf bewusste wie auf unbewusste Vorgänge im Menschen, und in unvermeidlicher Wechselwirkung ist der Atemkrampf gekoppelt an die gewohnte, gerissene, harte oder auch schlaffe Bewegungs-, und Verhaltensweise in den tausend Varianten des täglichen Lebens. Fehl-Erziehung, übersteigerte materielle Interessen, das Wettrennen nach Besitz, Macht und Geld brachten die paradoxe Lebens- und Anschauungsweise immer offensichtlicher zum Ausdruck. Dazu kommen die in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzenden wechselnden Sitten und Kleidermodelaunen. Alle diese Einflüsse lassen sich an der menschlichen Gestalt ablesen – man vergleiche sie z.B: mit der griechisch-klassischen. – Auch beobachte man an sich selbst und den anderen die Bewegungsart, Mimik, das Sprechen und das Atmen. Ein jeder kann sich leicht bewusst werden, dass sein Atem psychosomatisch, also ebenso körperlich wie seelisch-geistig reagiert und sich auswirkt. Veränderungen im Körperzustand und Schwankungen der Stimmungen sind wie von einem Barometer an der Art und Weise der Atmung abzulesen. Man denke z.B. an Wiedergaben verschiedener Pneumogramme. – Weniger klar wird man sich möglicherweise darüber, dass der Atem sogar wie der feinste Seismograph das fernste Beben unseres Gemüts, ja die leiseste Bewegung unserer Gedanken und Vorstellungen registriert. Dessen können wir uns bewusst werden, wenn wir uns und unseren Atem tiefer und klarer kennenlernen.<br />
Chemische Veränderungen sind an diese atmenden Schwingungen und Schwankungen gebunden. Professor Gates (Washington) experimentierte mit einer stark abgekühlten Glasröhre, in der sich der Atem augenblicklich niederschlägt. Er beobachtete, dass jede seelische Erregung einen anders gefärbten Niederschlag der Atemluft erzeugt. Der Aushauch eines Traurigen z.B. färbte die Glaswände grau, der eines Menschen mit schlechtem Gewissen rötlich, der eines Hassenden braun. Wenn in solcher Weise der Atem Reaktionen auslöst und, wie wir sahen, gleichsam Bindeglied und Mittler zwischen körperlicher und innerlicher Verfassung fungierte, sollte er da nicht umgekehrt – da er andererseits auch bewusst beeinflussbar ist – uns dienen können? Wir müssen es verstehen, ihn aus seiner unbewussten Labilität zu befreien, so dass er Mittler zu einer Arbeit an uns selber wird, damit er uns zu glücklicher Umgewöhnung und Weiterentfaltung helfen kann.<br />
Bei uns Abendländern ist die Atemlehre noch eine ganz jungen Wissenschaft. Vogelfrei ist sie: Unkontrollierte Bruchstücke werden veröffentlicht. Bruchstückhaft wird unterrichtet, voll gegensätzlicher Auffassungen und einander widersprechenden Übungsformen, und viele ihrer Versuche sind voller Irrtümer und Gefahren. Die organisch schwer gestörten, überzivilisierten Menschen unserer Zeit muten dem Organismus Atemübungen zu, die ihre Fehlspannungen noch steigern und sie nervöser und kränker machen müssen, als sie vorher schon waren.<br />
Denn eben jene Fehlspannungen – Verkrampfungen und Erschlaffungen der Körpergewebe – sind es, die auch den natürlichen Ablauf unserer Atmung blockieren. Eine innere Fehlentwicklung ließ verstandesmäßig geleitete Willenskraft vom vegetativen Zell- und Empfindungsleben sich abspalten. Die organische Einheit und Ordnung – und selbst das Empfinden dafür – ging dem von Natur und Gott abtrünnigen Menschen verloren. Die in uns vorgebildete, organische Einheit mit ihrem freien Durchströmt- und Durchgeatmetsein der Gewebe wieder herzustellen, ist unser aller bewusster oder unbewusster Wunsch, und es ist das Anliegen einer guten heilpädagogischen Arbeit mit dem atmenden Menschen.<br />
Auf Atemübungen aber, äußerlich korrigierend an ihn herangebracht, in Bewegung und Länge vorgeschrieben, lediglich willensmäßig, unfühlsam und urteilslos nachgeahmt, kann der fehlgespannte Mensch nur mit noch komplizierteren Verspannungen reagieren. Er bleibt nicht nur Fehlatmer, er wird zum Kunstatmer! Ein verkünstelter Atem dienst aber dem praktischen Leben nicht. Im Gegenteil: Ich denke z.B. an einen Atemvirtuosen, der seine Atembewegung willkürlich in Wellen von unten nach oben führt, lange Zählpausen hielt und allerlei sonstige Atem- und Sprechkunststücke beherrschte. Er bekam einen schwer roten Kopf, wenn er sich bückte: das Zeichen falscher Atmung bei der Bewegung und dadurch ausgelöster Kreislaufstauung. Der Mann war reizbar und jähzornig, und sein Zwerchfellkrampf zeigte sich in verpreßtem Sprechen, in Hast und gerissener Eckigkeit bei unbeachteter Bewegung, während bewusst kontrolliert das Gebaren sich in theatralisch würdevoller Ruhe vollzog. Was nützt alle Atemkunst, die er mit sogenannten „Yogaübungen“ – auf europäische Weise als Turnkunststücke ausgeführt – verband? Und wird nicht der sorgfältig erhaltene Atemkrampf, wie das auch bei diesem Mann geschah, nur zu oft außerordentlich geschickt kaschiert? Gelassenheit und Überlegenheit gemimt und damit eine verlogene Haltung anerzogen? Nein, zu wahrhafter Atemfreiheit und wohltuender Weiträumigkeit der Atembewegung, die wir in unserem täglichen Leben zur Verfügung haben sollten, kommen wir nie durch die uns überfremdende Atem“Übung“.<br />
Was dagegen zuallererst nottut, als Grundlage für jegliche Weiterarbeit mit dem Atem, ist das Wiederfinden unserer schlichten und echten Natur-Atmung. Normale, unverkrampfte Naturatmung aber verlangt bei einem weit und groß arbeitenden Zwerchfell die frei und allseitig reagierende Muskelhülle aller Atemräume, und zwar von unten bis oben und vollkommen rundum! Die atembewegte Muskel- und Hauthülle besteht ja nicht nur, wie gewöhnlich angenommen wird, aus Brustkorb und bestenfalls Bauch. Sie reicht – reflektorisch mit der Atmung untrennbar verbunden – auch nicht nur bis ins Kreuz – und Kopfgebiet, sondern durch Kreisläufe und andere funktionelle Auswirkungen deutlich erfahr- und spürbar – bis in unsere reagierbereiten Glieder.<br />
Es geht also in der Atemtherapie nicht nur um die Arbeit in den speziellen, begrenzten Lungen – und Luftaustauschbereichen, sondern um eine Arbeit am ganzen Körper, ja am gesamten Menschen.<br />
Wenn gelehrt wird, „wir müssen atmen lernen“, so muss ich dazu sagen, dass es zunächst notwendig ist, des unwillkürlichen Atmens uns bewusst werden zu lassen. Kennenzulernen ist unser fehlgeleiteter Atem, bewusst zu machen die abnormen Spannungsverhältnisse, die in Kettenreaktionen auch von scheinbar atemfern gelegenen Gebieten sich auf die Atemfunktionen übertragen. Zu beobachten ist die paradoxe Bewegungsweise mit ihren willkürlich und unbewusst zur Gewohnheit gewordenen Fehlspannungen: Über- oder Untertonisierungen, die meist als Dauerzustände festgehalten werden; die angewöhnte Spannungsweise zu falscher Zeit, am falschen Ort, das heißt, im jeweils nicht zu spannenden, also im „ver“spannten Körpergebiet. Ging nicht die natürliche Tonusreaktion mitsamt ihren normalen , unwillkürlichen Regulierungen den meisten Kindern schon in der Schulzeit verloren? Ein deutliches Beispiel sind die verkrampften Schultern bei erschlafftem Bauch!<br />
Es bleibt nichts anderes übrig, wir müssen anstelle der verderblichen, die Lebenskraft mindernden Angewohnheiten die organischen Bewegungsweisen uns angewöhnen. Und das geht am besten auf der Grundlage des von Fehlspannungen befreiten Atems.<br />
Ist er doch unser untrügliches Feininstrument, das Druck-, Spannungs-, Zustandsänderungen unmittelbar registriert und über dessen Kontrolle und Umstimmung wir andere Verhältnisse im gesamten Organismus herstellen können.<br />
Bald entdecken wir z.B. den Zusammenhang der Raum einengenden Fehlspannung im Becken mit denen im Schultergürtel. Grundlegend für die Lösung einer Fehlatmung ist besonders die Erkenntnis der gewohnheitsmäßig verkrampften Schließmuskulatur im Beckenboden mit ihrer Korrespondenz zum Verhalten im Gesicht und im Mundraum (Schlund, Zunge, u.a.m.). Die oftmals jahre- und jahrzehntelang bestehende groben Dauerverkrampfungen dieser Gebiete nehmen die Schüler häufig in unseren Lehrgängen und Behandlungen erstmalig wahr. Jetzt werden sie sich der fehlleitenden in Kettenreaktion sich vollziehenden Wirkungen auf ihr Atmen, Sprechen und Bewegen bewusst. Sie beobachten und begreifen den stauenden Einfluss auf den Kreislauf (kalte Füße, Krampfadern z.B. ) auf Verdauungs-, Herz- und Kopfzustand und anderes mehr. Sie erfahren die Möglichkeiten einer befreienden, normal reagierenden , „Basis“-Atmung im gesamten Raum unterhalb des Zwerchfells. Unmittelbar damit verbunden ist die geschmeidige Bewegung der Gewebehülle dieses Raumes besonders im Lenden- und Kreuzgebiet. Soweit dessen Organe gesund und nicht schmerzhaft sind, empfinden wir diese Basis lediglich als weiten „leeren“ Atemraum und  als Fundament für unsere Atembewegungen. In lebenskräftiger Atemfunktion erfahren wir die Polarität zwischen dem Raum der Basis und dem Raum im Haupt, hier zunächst im Mund-, Schlund-, und Nasen-Rachenraum der „Basis  im Haupt“. Wir sehen nun, dass auch die Verspannungen im Gesicht zu lösen sind.<br />
In feinfühliger Behandlung und Übung müssen auch die Rippengebiete geschmeidig und beweglich werden, ohne dass der Mensch seinen paradoxen Hochatem wiederbekommt. Die vielerlei Zusammenhänge, auch die im versteckten, krampfhaften Verhalten, müssen natürlich von einem jeden selbst wahrgenommen und beurteilt werden. Der Atempädagoge brächte den Schüler und Patienten um das Resultat seiner Arbeit, wenn er suggestiv vorginge. Er darf nur Weg-Geleiter sein. Wir geben dem Schüler Gelegenheit zum Selbstwahrnehmen, Kontrollieren, Vergleichen und Beurteilen. Allerlei Hilfsmaßnahmen werden angewendet, z.B. Hängegriffe besonderer Art, auch an scheinbar atemfern gelegenen Gebieten, z.B. an den Beinen und am Nacken usw.; Dehnungen und Dehnlagerungen werden vorgenommen und Ausgleichsarbeit am Körperbau und an Haltungsgewohnheiten. Es werden auch viel Übungssituationen verwendet, die wir dem täglichen Leben entnehmen.<br />
Um zu solchen Beobachtungen die notwendige Wahrnehmungs-, und Spürfähigkeit aufzubringen, muss dem Schüler zu innerer Aufgeschlossenheit in Ruhe und Entspannung verholfen werden. Hierbei setzen bereits die ersten Wahrnehmungen und Selbstkontrollen ein, und oftmals befreit sich unwillkürlich der Atem dabei schon mehr oder minder intensiv. Es reagiert unser Atem auf eine unwillkürliche und natürliche Weise erst dann, wenn „Entspannung“ nicht rein peripherisch, d.h. als Erschlaffung der willentlich zu beeinflussenden Muskeln erfahren wird, sondern wenn schon ein Lösungszustand einzutreten beginnt, der auch die vegetativen Regionen und damit die unwillkürlich reagierende Atmung erfasst.<br />
Mit ausgezeichneter Wirkung auf den gesamten Menschen wird das Vegetativum zugleich beruhigt und belebt durch das oben angedeutete Bewusstwerden und Vergleichen, das späterhin sich immer mehr verfeinert zu einem Erfühlen und Einleben der als atmende und durchströmte Regionen erlebten Räume und Körpergebiete.<br />
Wir arbeiten an der Tonisierung also nicht nur mit ausgiebigen Dehnen und Bewegen, sondern mit dem Empfinden und Bewusstwerden der Räume und der Gewebe. Da wir von den Organen, der „Inneneinrichtung“ unserer Körperräume, normalerweise nichts merken, erfahren wir innerhalb der spürbaren, elastisch bewegten „Hülle“ die „Räume“ lediglich als leere, freie Atemräume. Die wohltuende Leichtigkeit und Weite, auch bisher noch nie erspürter Regionen im besser gelösten Zustand, gehört zu den ersten überraschenden und beglückenden Erlebnissen, die der Schüler als Grundlage und Gesetz für das tägliche Leben zu schätzen und auszuwerten lernt. Von den meisten Menschen wird der Körper überhaupt nur da, wo er schmerzt, wahrgenommen. Wie weitgehend die Fühl-, und Spürfähigkeit, dieser Ursinn aller unserer Sinne, uns für den gesunden Zustand verlorenging, erfahren wir in oft erschreckender Weise.<br />
Die Lösungs- und Atemtherapie erweckt aber auch in weit größerem Umfang das seelische Fühlvermögen. Bei den Tieren nennen wir es Instinkt, beim Menschen verbindet es sich mit seinen intuitiven inspirativen Fähigkeiten.<br />
Tatsächlich können wir auf diesem Wege nicht nur zur Ruhe, zu innerer Freude, größerer Sicherheit und zu einem fruchtbareren Umgang mit uns selbst und mit unserer Umwelt kommen, sondern darüber hinaus – im Maße wie wir feiner und tiefer fragen und erleben – finden wir Kraft und Lebensvertrauen im Einklang mit dem göttlichen Einen wieder.<br />
Von diesem letzten, umfassenden Sinn des Atems abgesehen, scheint es fast, als wäre bereits die einfache freie Naturatmung – die unerlässliche Voraussetzung jeglicher, auch der bescheidensten Weiterarbeit mit dem Atem – zu einer „Geheimlehre“ geworden, die persönlich lehrt und aufs genaueste überwacht werden muss. So fern und fremd ist dem heutigen Kulturmenschen das Erfühlen und Erleben seiner schönen, weiträumigen Atemfreiheit geworden!</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Der Artikel von Alice Schaarschuch: &#8220;Befreiter Naturatem&#8221; wurde ihrem</span> <span style="font-size: x-small;">Buch: Der Atmende Mensch, ISBN 13: 978-3-7999-0185-7, entnommen.</span><br />
<span style="font-size: x-small;">Die Internet-Veröffentlichung des Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Lorber- und Turm-Verlags, Hindenburgstr. 5, 74321 Bietigheim-Bissingen, Germany, bei dem auch das Copyright liegt.</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2012/04/befreiter-naturatem/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Willkommen!</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2012/03/willkommen/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2012/03/willkommen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 07:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.oliverwick.online.de/Atem/Atemmassage/?p=1</guid>
		<description><![CDATA[Willkommen auf der Homepage von Helga Segatz.
Hier gibt es Atemtipps, aktuelle Informationen zu Atemgruppen und Seminaren, sowie zu Fortbildungen in Atemmassage.
In der Rubrik &#8220;Presse&#8221; können Sie sich über Veröffentlichungen informieren, die es zum Thema  Atemtherapie gegeben hat.
In &#8220;Gehört, gelesen&#8221; erfahren Sie jeden Monat etwas darüber hinaus, das vielleicht auch für Sie interessant und/oder wissenswert ist.
Dazu finden Sie in der Rubrik &#8220;Literatur&#8221; ab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin-bottom: 5px; margin-left: 0px; margin-right: 10px;" title="grün" src="/wordpress/wp-content/uploads/Headerbilder/5.jpg" alt="hoover" width="300" height="200" align="left" /></p>
<p>Willkommen auf der Homepage von Helga Segatz.</p>
<p>Hier gibt es Atemtipps, aktuelle Informationen zu Atemgruppen und Seminaren, sowie zu Fortbildungen in Atemmassage.<br />
In der Rubrik &#8220;Presse&#8221; können Sie sich über Veröffentlichungen informieren, die es zum Thema  Atemtherapie gegeben hat.<br />
In &#8220;Gehört, gelesen&#8221; erfahren Sie jeden Monat etwas darüber hinaus, das vielleicht auch für Sie interessant und/oder wissenswert ist.<br />
Dazu finden Sie in der Rubrik &#8220;Literatur&#8221; ab sofort  jeden Monat einen neuen Buchtipp.</p>
<p>Viel Spaß beim &#8220;Blättern&#8221;!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #993300; font-size: medium;"><strong><a title="" href="/category/gehoert-gelesen">GEHÖRT, GELESEN!</a></strong></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2012/03/willkommen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Kathedrale von Chartres – Ort der Weisheit und der Heilung</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2012/02/die-kathedrale-von-chartres-ort-der-weisheit-und-der-heilung/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2012/02/die-kathedrale-von-chartres-ort-der-weisheit-und-der-heilung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 10:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=2059</guid>
		<description><![CDATA[Eine Pilgerreise vom 2. bis 8. September 2012 mit Dr. Martina Henkel und Wolfgang Larcher
In Chartres finden wir einen Ort, an dem der Himmel die Erde berührt. Schon in alten vorchristlichen Zeiten  fanden sich hier auf dem Hügel die Heiligtümer und Weisheitsstätten der vergangenen Kulturen. Wir wandeln auf dem Boden Materie gewordener Geschichte der Menschheit.
Foto: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Pilgerreise vom 2. bis 8. September 2012 mit Dr. Martina Henkel und Wolfgang Larcher</p>
<p>In Chartres finden wir einen Ort, an dem der Himmel die Erde berührt. Schon in alten vorchristlichen Zeiten  fanden sich hier auf dem Hügel die Heiligtümer und Weisheitsstätten der vergangenen Kulturen. Wir wandeln auf dem Boden Materie gewordener Geschichte der Menschheit.</p>
<div id="attachment_2095" class="wp-caption alignleft" style="width: 115px"><a href="http://www.atemmassage.de/2012/02/die-kathedrale-von-chartres-ort-der-weisheit-und-der-heilung/chartres_klein-2/" rel="attachment wp-att-2095"><img class=" wp-image-2095" style="margin: 0px 10px 0px 0px;" title="Chartres_klein" src="http://www.atemmassage.de/wordpress/wp-content/uploads/Chartres_klein1.jpg" alt="" width="105" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Helga Segatz, München</p></div>
<p>Die Kathedrale von Chartres lädt ein zu einem Einweihungsweg. Sie verschenkt sich an den, der kommt, sich öffnet, hört, sieht und wahr-nimmt. Sie hat uns ihre Einladung ausgesprochen. Wer ihrem Ruf folgen möchte, kann an einer Reise vom 2.-8. September 2012 teilnehmen.</p>
<p>Die Kathedrale von Chartres ist eine alte Kraftquelle, die schon durch lange Zeiten hindurch ihre spirituelle Wirkung entfaltet. Sie werden sich ihr über die Felder der Beauce in einer Pilgerwanderung nähern. Sie tauchen ein in den Mutterschoß der Kathedrale – die Krypta – und loten deren Dunkelheit und Tiefe aus. Mit der Reisegruppe beschäftigen Sie sich mit der Anmut und Ästhetik der Skulpturen der Portale und hören ihren Geschichten zu.<br />
Sie werden die Farbenpracht und das flüssige, schattenlose Licht der Glasfenster trinken. Sie folgen im Labyrinth Ihrem  Lebensweg, erfahren Wandlung und erfüllen zum Dank  die Kathedrale mit Ihrem Gesang. Sie werden auf dem Dach den Engeln und Erzengeln nahe sein. Durch die Öffnung des  Schlusssteins über dem Labyrinth können Sie die Engelperspektive einnehmen und nach unten auf das Leben und die eigene Biographie schauen. Gemeinsam mit der Gruppe werden Sie meditieren, tönen, singen. Morgens lauschen in der noch menschenleeren Kathedrale in die nächtlich wieder aufgefüllte Stille und Sie erahnen einen Kosmos von Klängen. Lassen Sie sich mit Musik beschenken. <span id="more-2059"></span>Ein Konzert exklusiv für die Gruppe ist vorgesehen. Mit ein bisschen Glück gelingt es, Paul Giger mit seinem Chartres-Violinkonzert dafür zu gewinnen.  Die heilige Geometrie und die harmonikalen Gesetze, nach denen „die alte Dame“ erbaut wurde, wirken auch in uns allen. Erlauben Sie sich sich auf das Abenteuer ein- und sich im Herzen berühren zu lassen. Sie gehen in Resonanz,<br />
erleben Dissonanz und Harmonie und können Einklang und Frieden finden. Heilung geschieht.</p>
<p>Anreise 2.9.2012 bis 17.00 Uhr / Abreise 8.9.2012 ab 13.00 Uhr<br />
An- und Abreise werden selbst organisiert<br />
Unterkunft: Maison St. Yves, renoviertes ehemaliges Klostergebäude zu Füßen der Kathedrale, EZ und DZ mit WC/Dusche<br />
Verpflegung: Halbpension, wahlweise vegetarisch<br />
Gruppengröße 20 Personen &#8211; 35 Personen<br />
Tagesablauf: Morgenmeditation, Stille in der Kathedrale, Frühstück, Führung W. Larcher, Mittagessen, Freizeit, Führung W. Larcher und/oder Gruppe Gesang, Abendessen, Freizeit, Tagesabschluss<br />
Kosten: um 950,-€ (Seminar, DZ, HP) je nach Buchung<br />
Weitere Informationen und Anmeldung bis 11.3.2012<br />
Dr. med. Martina Henkel St. Fridolin-Str. 17 D-79837 Häusern Tel. +49/(0)7672-922 137  Fax +49/(0)7672-922 136<br />
Homepage: <a href="http://www.drmhenkel.de" target="_blank">www.drmhenkel.de</a>  Mail: <a href="mailto:reisen@drmhenkel.de">reisen@drmhenkel.de</a></p>
<p>Martina Henkel ist Ärztin und Meditations-Leiterin. Die wahrhaftige Suche nach echten und tiefgehenden Heilweisen hat sie auf ihrem Lebensweg<br />
geführt, auf dem die Kathedrale mit ihrem verborgenen Wissen um die Schöpfung, ihrer Kräfte und Gesetze eine der wichtigsten Stationen darstellt. Sie wird die Teilnehmer/Innen durch die Woche begleiten, so dass die inneren Prozesse einen geschützten Rahmen finden.<br />
Wolfgang Larcher ist Kunsthistoriker und langjähriger Kenner der Kathedrale. In seinen Führungen erzählt er die Stein und Glas gewordenen<br />
Geschichten liebevoll auf neue Weise und bringt sie in Verbindung mit der Biographie eines jeden Hörenden. So spricht die Heilige Weisheit durch ihn zu unserer inneren Tiefe, und ein Raum von andächtiger Stille und Heilung kann entstehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2012/02/die-kathedrale-von-chartres-ort-der-weisheit-und-der-heilung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Den Weg in die Mitte gehen</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2012/01/den-weg-in-die-mitte-gehen/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2012/01/den-weg-in-die-mitte-gehen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 11:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Labyrinth]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1969</guid>
		<description><![CDATA[5 Tage Atemerfahrung mit dem Labyrinth
Unser Leben beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten. Der Weg dazwischen ist das, was wir „unser“ Leben nennen.
Das Labyrinth ist eines der ältesten Symbole der Menschheit und auch im Christentum verankert. Es findet Anknüpfungen in alter und moderner Frauenmystik. Wie im  Leben führen viele Wendungen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #33cccc;">5 Tage Atemerfahrung mit dem Labyrinth</span></strong></p>
<p>Unser Leben beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten. Der Weg dazwischen ist das, was wir „unser“ Leben nennen.<br />
Das Labyrinth ist eines der ältesten Symbole der Menschheit und auch im Christentum verankert. Es findet Anknüpfungen in alter und moderner Frauenmystik. Wie im  Leben führen viele Wendungen in eine Mitte. Die Menschen gehen diesen Weg durch das Labyrinth aus unterschiedlichen Anlässen: In der Mitte fließt alles zusammen und kommt zu Ruhe. Im Religiösen steht sie für das Göttliche in einem selbst; das religiöse „Ja“ zur eigenen Existenz.</p>
<p><a href="http://www.atemmassage.de/2012/01/den-weg-in-die-mitte-gehen/schlehdorf-11-klein-2/" rel="attachment wp-att-1974"><img class="alignleft size-full wp-image-1974" style="margin: 0px 10px 0px 0px;" title="Schlehdorf 11 klein" src="http://www.atemmassage.de/wordpress/wp-content/uploads/Schlehdorf-11-klein1.jpg" alt="" width="150" height="113" /></a><a href="http://www.atemmassage.de/2012/01/den-weg-in-die-mitte-gehen/schlehdorf-8-klein/" rel="attachment wp-att-1975"><img class="alignleft size-full wp-image-1975" style="margin: 0px 10px 0px 0px;" title="Schlehdorf 8 klein" src="http://www.atemmassage.de/wordpress/wp-content/uploads/Schlehdorf-8-klein.jpg" alt="" width="150" height="113" /></a>     <a href="http://www.atemmassage.de/2012/01/den-weg-in-die-mitte-gehen/schlehdorf-9-klein/" rel="attachment wp-att-1971"><img class="wp-image-1971 alignleft" style="margin: 0px 10px 0px 0px;" title="Schlehdorf 9 klein" src="http://www.atemmassage.de/wordpress/wp-content/uploads/Schlehdorf-9-klein.jpg" alt="" width="150" height="112" /></a><a href="http://www.atemmassage.de/2012/01/den-weg-in-die-mitte-gehen/schlehdorf-13-klein/" rel="attachment wp-att-1972"><img class="alignleft  wp-image-1972" title="Schlehdorf 13 klein" src="http://www.atemmassage.de/wordpress/wp-content/uploads/Schlehdorf-13-klein.jpg" alt="" width="147" height="111" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Fotos: Helga Segatz, München</span></p>
<p>Die Wendungen im Labyrinth stehen für Wegmarken , die unveränderbar mit dem eigenen Leben verbunden sind. Dazu gehören u.a. Beziehungen, Umzüge, Trennungen, Kinder-, bzw.  Kinderlosig­keit, Krankheiten oder gar die Erfahrung von Tod im gelebten persönlichen Umfeld.<span id="more-1969"></span></p>
<p>In diesem 5-Tages- Kurs gibt es viele Atemangebote und Labyrinthbegehungen zu verschiedenen Themen: Was haben die Wendungen meines Lebens für eine Bedeutung? Gibt es in meinem Leben ein Ziel, eine Mitte? Wie bin ich unterwegs und mit wem? Manchmal werden Fragen erlebt, noch bevor sie gedacht oder besprochen worden sind.<br />
Wie in einem Spiegel erkennt man zuweilen die Wege und Wendungen des eigenen Lebens – und manchmal ist es auch einfach ein heiterer unbeschwerter Tanz, der uns durch das Labyrinth und unseren Atem führt. Lassen Sie sich überraschen!</p>
<p>Kursort:         Kloster Schlehdorf, Kirchstr. 9, 82444 Schlehdorf  <a title="" href="http://www.schlehdorf.org/" target="_blank">www. Kloster Schlehdorf.org</a><br />
Kurszeit:        Mi 18.04.12 (14.30 Uhr ) bis So  22.04.12 (14.00 Uhr)<br />
KursleiterInnen: Helga Segatz und <a title="" href="/aktuelle-angebote/paula-karl/" target="_blank">Paula Karl  </a></p>
<p>Rückfragen:  Helga Segatz   089-793 49 15  <a href="mailto:info@atemmassage.de">info@atemmassage.de</a></p>
<p>Kosten:         Ü/EZ Vollpension, Seminarraum +  Kursgebühr:  insg. 540 Euro  (excl. 1 Abendessen auswärts)</p>
<p>Bei Anmeldung erhalten Sie schriftlich eine Anmeldebestätigung und Rechnung. Erst mit Überweisung der Kursgebühr ist Ihre Anmeldung verbindlich. Bei schriftlicher Anmeldung bis zum 15.01.12 gilt ein Rabatt von 20 Euro.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2012/01/den-weg-in-die-mitte-gehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum ist beim Training die Pulskontrolle so wichtig?</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2012/01/warum-ist-beim-training-die-pulskontrolle-so-wichtig/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2012/01/warum-ist-beim-training-die-pulskontrolle-so-wichtig/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausdauertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Herz-Kreislauf-Training]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1640</guid>
		<description><![CDATA[von Helga Segatz
Foto: Michael Seyffer, München
Das Frühjahr lockt damit, die Pfunde vom Winter loszuwerden, die man/frau sich möglicherweise zugelegt hat. Was liegt da näher, als die Turnschuhe auszupacken und den Stoffwechsel mit Walking oder Joggen anzuregen?
Ein Ausdauertraining verbessert den Gesundheitszustand des Menschen und hat positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, reduziert das Herzinfarkt Risiko, stärkt das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Helga Segatz</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 296px"><img style="margin: 5px 10px 0px 5px;" src="/wordpress/wp-content/uploads/Frhling%20klein_0087.jpg" alt="" width="286" height="200" align="left" /><p class="wp-caption-text">Foto: Michael Seyffer, München</p></div>
<p>Das Frühjahr lockt damit, die Pfunde vom Winter loszuwerden, die man/frau sich möglicherweise zugelegt hat. Was liegt da näher, als die Turnschuhe auszupacken und den Stoffwechsel mit Walking oder Joggen anzuregen?<br />
Ein Ausdauertraining verbessert den Gesundheitszustand des Menschen und hat positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, reduziert das Herzinfarkt Risiko, stärkt das Immunsystem und reduziert das Gewicht, indem der Fettstoffwechsel erhöht wird.<br />
Viele Menschen wissen aber nicht recht, wie das geht.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;"><br />
</span></p>
<p><span id="more-1640"></span></p>
<p>Gerade bei Anfängern kann es beim Training leicht zur Überlastung oder auch zur Unterbelastung kommen. Diese ist abhängig von der Sportart, die ausgeübt werden soll. Beim Joggen ist z.B. die Gefahr groß, gerade am Anfang zu intensiv zu trainieren – wogegen eine Unterforderung eher beim Walking (auch Nordic-Walking) vorkommt und es sich dann eher um einen Spaziergang als um ein Training handelt.</p>
<p>Zu Beginn ist es hilfreich, den eigenen Ruhepuls zu ermitteln, und zwar am besten morgens vor dem Aufstehen. Man zählt 15 oder 30 Sekunden lang die Pulsschläge an der Halsschlagader oder am Handgelenk und multipliziert das Ergebnis mit vier bzw. das 30-Sekunden-Ergebnis mit zwei. Das Ergebnis ist ihr persönlicher Ruhepuls.</p>
<p>Der Ruhepuls gibt Auskunft darüber, wie Sie mit einer körperlichen (auch seelischen) Belastung umgehen können: Erregungen treiben ihn in die Höhe, tiefe Entspannung verlangsamt den Herzschlag. „Normal“ bei einem Untrainierten sind 70 – 80 Schläge pro Minute.  Ausdauertraining lässt diese Werte absinken. So können Profisportler einen Ruhepuls von 30 – 35 Schläge haben. Was viele nicht wissen: der Maximalpuls hat eine genetische Komponente: so kann bei einem 1000-m-Lauf der Maximalpuls von 140 bis 200 Mal steigen.</p>
<p>Wenn Sie Ihren Puls beim Sport regelmäßig kontrollieren hilft folgender Merksatz:<br />
Ein günstiger Maximalpuls ist 220 minus Alter &#8211; 80% davon ist die obere und 65% die untere Grenze für ein Herz-Kreislauftraining.</p>
<p>Innerhalb dieser Grenzen  ist man im aeroben (=sauerstoffausgeglichen) Bereich, d.h. die notwendige Energie kann durch die Atmung zur Verfügung gestellt werden. Als Anfänger orientieren Sie sich lieber am Minimalpuls, den sie langsam steigern können. Überschreitet man den Maximalpuls befindet man sich im anaeroben Bereich. Der Körper kann nicht genug Sauerstoff heranführen und holt sich die Energie durch antioxidative Prozesse. Dabei entsteht   Milchsäure (=verantwortlich für Muskelkater) und es kommt zu kleinen Mikrorissen in der Muskulatur – der Körper wird also eher geschädigt als trainiert.</p>
<p>Um nachhaltige einen Trainingseffekt zu erreichen, die die Pfunde zum schmelzen bringen ist ein regelmäßiges Training (3-4 Mal in der Woche; 20-30 Minuten) notwendig.<br />
Die Summe der Anpassungen führt dazu, dass eine größere Menge Blut pro Herzschlag abgegeben wird und damit auch eine höhere Menge an Sauerstoff. Dieser wird zu den Organen und Muskulatur transportiert. Damit erklärt sich auch, warum der Ruhepuls bei einer Ausdauersportart sinkt: Das Herz muss weniger oft schlagen um die gleiche Menge Blut und Sauerstoff an die Körperzellen zu bringen, da pro Herzschlag ja ein höheres Volumen ausgestoßen wird.<br />
Auf geht’s!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2012/01/warum-ist-beim-training-die-pulskontrolle-so-wichtig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein gutes Neues Jahr &#8230;.</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2012/01/ein-gutes-neues-jahr/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2012/01/ein-gutes-neues-jahr/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 07:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehört, gelesen.]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1901</guid>
		<description><![CDATA[Foto: Michael Seyffer, München
Tausende von Leben hatte ich Gott gesucht. Manchmal sah ich ihn in der Ferne, aber wenn ich ihm näher kam, war er bereits weitergegangen. Ich suchte und suchte, bis ich eines Tages ein Tor sah, auf dem geschrieben war: „Dies ist das Haus, wo Gott wohnt!“
Da wurde ich zum ersten Mal unruhig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: xx-small;">Foto: Michael Seyffer, München<br />
</span><a href="http://www.atemmassage.de/wordpress/wp-content/uploads/Neujahr_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1907" style="margin: 5px 15px 0px 0px;" title="Neujahr_klein" src="http://www.atemmassage.de/wordpress/wp-content/uploads/Neujahr_klein.jpg" alt="" width="157" height="209" /></a>Tausende von Leben hatte ich Gott gesucht. Manchmal sah ich ihn in der Ferne, aber wenn ich ihm näher kam, war er bereits weitergegangen. Ich suchte und suchte, bis ich eines Tages ein Tor sah, auf dem geschrieben war: „Dies ist das Haus, wo Gott wohnt!“<br />
Da wurde ich zum ersten Mal unruhig und verwirrt, zitternd ging ich die lange Treppe hoch. Eben wollte ich an die Tür klopfen, als ich blitzartig innehielt, eine tiefe Frage hatte mich erschüttert. „Wenn ich an diese Türe klopfe und Gott mir öffnet, was dann? Dann wäre alles zu Ende, mein Alltag, meine spirituelle Suche, mein Abenteuer, meine Philosophien, die tiefe Sehnsucht meines Herzens. Durch dieses Tor zu gehen, das wäre Selbstmord!“<br />
Schleunigst zog ich die Schuhe aus, schlich leise die Treppe hinunter, und sobald ich wieder unten auf dem Weg war, setzte ich meine intensive Suche nach Gott fort und renne seit Jahrtausenden weiter, ohne mich jemals umzudrehen.<br />
Immer noch suche ich nach Gott, obwohl ich eigentlich genau weiß, wo er wohnt. Alles, was ich also auf meiner spirituellen Suche zu tun habe, ist diese Haus zu meiden, diese Haus, das mich ständig plagt, denn ich erinnere mich ganz genau, sollte ich diese Haus betreten, dann wäre alles zu Ende!“</p>
<p>Tagore</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2012/01/ein-gutes-neues-jahr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Friedrich Weinreb</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2011/12/friedrich-weinreb-in-geistige-erfahrung-udn-lebenspraxis/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2011/12/friedrich-weinreb-in-geistige-erfahrung-udn-lebenspraxis/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 09:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atemfundus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1862</guid>
		<description><![CDATA[ 
&#8220;Frei und ohne Zwang soll
 dein Atem sein,
 ohne Technik,
 sonst gerätst du in Widerspruch
 zu deiner ursprünglichen Freiheit,
 die dir  im Odem Gottes
 geschenkt wurde.&#8221;
Friedrich Weinreb
aus: &#8220;geistige Erfahrung und Lebenspraxis&#8221;

Foto: Mica Claus, München 

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><img style="margin: 5px 5px 0px;" title="" src="/wordpress/wp-content/uploads/Engel%20Mica_mittel.jpg" alt="" width="300" height="203" align="left" /></p>
<div align="center"><span style="font-size: small;"> </span></div>
<div align="center"><span style="font-size: small;">&#8220;Frei und ohne Zwang soll</span><br />
<span style="font-size: small;"> dein Atem sein</span>,<br />
<span style="font-size: small;"> ohne Technik</span>,<br />
<span style="font-size: small;"> sonst gerätst du in Widerspruch</span><br />
<span style="font-size: small;"> zu deiner ursprünglichen Freiheit</span>,<br />
<span style="font-size: small;"> die dir  im Odem Gottes</span><br />
<span style="font-size: small;"> geschenkt wurde.&#8221;</span></div>
<p align="center"><span style="font-size: x-small;">Friedrich Weinreb</span><span style="font-size: x-small;"><br />
aus: &#8220;geistige Erfahrung und Lebenspraxis&#8221;</span></p>
<p align="left"><span style="font-size: small;"><span style="font-size: xx-small;"><br />
Foto: Mica Claus, München </span></span></p>
<p align="center">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2011/12/friedrich-weinreb-in-geistige-erfahrung-udn-lebenspraxis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gefährliche Düfte</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2011/11/gefahrliche-dufte/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2011/11/gefahrliche-dufte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 07:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Chemische Düfte]]></category>
		<category><![CDATA[Düfte]]></category>
		<category><![CDATA[Riechen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1472</guid>
		<description><![CDATA[von Helga Segatz

           Gerade Weihnachten ist eine Zeit voller Düfte. Bratapfel, Zimt, Vanille – die Düfte der Weichnachtszeit liegen überall in der Luft. Manche Wohlgerüche aber, die es daheim kuschelig und gemütlich machen (wie z.B. Duftkerzen, Raumdüfte, Aromalämpchen und Teelichter mit aromatischen Düften) lösen bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]> <xml> <w:worddocument> <w:view>Normal</w:view> <w:zoom>0</w:zoom> <w:hyphenationzone>21</w:hyphenationzone> <w:punctuationkerning/> <w:validateagainstschemas/> <w:saveifxmlinvalid>false</w:saveifxmlinvalid> <w:ignoremixedcontent>false</w:ignoremixedcontent> <w:alwaysshowplaceholdertext>false</w:alwaysshowplaceholdertext> <w:compatibility> <w:breakwrappedtables/> <w:snaptogridincell/> <w:wraptextwithpunct/> <w:useasianbreakrules/> <w:dontgrowautofit/></w:compatibility> <w:browserlevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:browserlevel></w:worddocument></xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]> <xml> <w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"></w:latentstyles></xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]></p>
<style>  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:&quot;Normale Tabelle&quot;; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:&quot;&quot;; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:&quot;Times New Roman&quot;; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}</style>
<p><![endif]--><!--[if gte mso 9]> <xml> <o:shapedefaults v:ext="edit" spidmax="1026"/></xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]> <xml> <o:shapelayout v:ext="edit"> <o:idmap v:ext="edit" data="1"/></o:shapelayout></xml><![endif]--></p>
<p>von Helga Segatz</p>
<p><img style="margin: 5px 15px 5px 5px" alt="" title="" src="/wordpress/wp-content/uploads/Flamme%20WEihnacht%20006_NC_klein.jpg" height="199" width="285" align="left" /></p>
<p> <br xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" />          Gerade Weihnachten ist eine Zeit voller Düfte. Bratapfel, Zimt, Vanille – die Düfte der Weichnachtszeit liegen überall in der Luft. Manche Wohlgerüche aber, die es daheim kuschelig und gemütlich machen (wie z.B. Duftkerzen, Raumdüfte, Aromalämpchen und Teelichter mit aromatischen Düften) lösen bei immer mehr Menschen Symptome wie Schwindel, Benommenheit, tränende Augen bis hin zu heftigen Migräneanfällen mit Übelkeit und Erbrechen aus. Es ist also Vorsicht geboten bei synthetischen hergestellten Duftstoffen, Räucherstäbchen und ätherischen Ölen.    </p>
<p><font size="1">Foto: Henner Weinschenk, München</font> </p>
</p>
<p> <span id="more-1472"></span>
<p>Schon vor einigen Jahren hat Stiftung Warentest in einer vom Allergie- und Asthmabund aufgegebenen Untersuchung festgestellt, dass etliche Duftstoffe starke Allergene enthalten bzw. sogar bis zu 90% aus Allergieauslösenden Stoffen bestehen, die zu Kontaktallergien führen können. Fängt die Haut bei Kontakt mit Duftölen an zu jucken oder bilden sich gar Ausschläge oder Ekzeme kann dies Hinweis auf ein Kontaktekzem sein. Dabei können schon geringe Duftmengen zu Kopfschmerzen, Übelkeit und tränenden Augen führen. Eine Kontaktallergie bleibt lebenslänglich. Wer Raumdüfte benutzt reichert die Atemluft mit Chemikalien an deren Richtwerte schnell überschritten werden können. Duftöle sind dabei aggressiver als Duftkerzen. Da hilft nur eines: Verzicht oder Dauerbelüftung.<br />                 Die Wahrnehmung von Düfte ist von der Natur als Hilfe eingerichtet: Wird ein Duft als unangenehm empfunden, nehmen wir oft, ohne dass uns das bewusst werden muss einen Schritt Abstand zu der Geruchsquelle, die <span>&nbsp;</span>ihn verströmt. Der Volksmund weiss: „Den kann ich nicht riechen“. Der Geruchssinn ist der Sinn, mit dem sich Mensch und Tier in unserer Umwelt orientieren<span>&nbsp; </span>Auch Tiere halten Abstand, wenn sie etwas gefahrvolles wittern bzw. finden sich über Sexuallockstoffe (Pheromone) selbst über weite Distanzen zur Paarung zusammen. Selbst im Wasser können Duftstoffe wahrgenommen werden. So produziert die Braunalge <em><span style="font-style: normal">Laminaria,</span></em>auch Zuckertann genannt, Pheromone, die männliche Spermien und weibliche Eizellen auch im weiten Ozean zueinander finden lassen. </p>
<p class="MsoNormal">Viele Menschen können sich an allerlei Düfte ihrer Kindheit erinnern. Die Wahrnehmung des Duftstoffs ist nämlich mit der Erinnerung gekoppelt. Und was für den einen ein Wohlgeruch ist, kann bei einem anderen tiefe Abscheu hervorrufen. Deshalb empfiehlt es sich grundsätzlich beim Gegenüber Erlaubnis einzuholen, bevor man einen Raum mit Düften anreichert. <br />                 Der Mensch kann nicht einen Duftstoff isoliert wahrnehmen, wie es z.B. viele Tiere können, sondern die Gesamtheit der einzelnen Duftinhaltsstoffe ist entscheidend: Kaffeeduft setzt sich z.B. aus bis zu 800 verschiedenen Düften zusammen. <br />                 Düfte sind Verbindungen und Riechen ist ein äußerst komplexes Geschehen. Duftmoleküle treffen auf Rezeptorzellen in der Riechschleimhaut, die sich ganz oben in der Nasenhöhle befindet und einen Durchmesser von ca. 2 cm hat. Jeder Duft reagiert mit ca. 347 Geruchsrezeptoren in unserer Nase. Damit die Duftmoleküle wahrgenommen werden müssen sie wasserlöslich sein. Im wässrigen Milieu der Nasenschleimhaut werden sie dann aufbereitet und setzen an Rezeptorzellen an die den Reiz in ein elektrisches Signal umwandeln. Das Gehirn empfängt und verarbeitet das Signal und verbindet es mit Emotionen. Blitzschnell entsteht ein Gefühl von Angst, Freude oder auch Ekel. Menschen, die gegenüber Duftstoffen besonders empfindlich sind bekommen zeitnah körperliche Symptome. </p>
<p class="MsoNormal">Gerade in der Winterzeit erfreut sich die finnische Sauna großer Beliebtheit. In den dort verabreichten Aufgüssen finden sich vielerlei Düfte wie Orange, Limone, Eukalyptus, Menthol sowie andere Kräutermischungen und breiten sich mittels Verwedeln im Raum aus. Häufig kann der Saunabesucher lesen, welche Düfte zur Verwedelung kommen – damit z.B. Asthmatiker bei Aufgüssen mit Menthol keine Probleme bekommen. Was aber genau die Inhaltsstoffe sind, weiß keiner so genau – da muss man auf die Angaben des Herstellers vertrauen. Birke enthält z.B. Terpene mit einem hohen Allergiepotential. Die biologischen Funktionen von Terpenen sind nur lückenhaft erforscht. Sie werden vielfach biologisch und pharmakologisch eingesetzt. Die Umweltmedizin stuft natürliche Duftstoffe als weniger problematisch ein, als synthetisch hergestellte – jedoch gilt das nicht für die sog. Terpene. Dosis und Wirkung sind schwer handhabbar. Bei einer zu hohen Dosis von Substanzen kann das sog. „Sick-building-Syndrom“ (SBS) ausgelöst werden, die sog. Gebäudebezogene Krankheit, die sich sowohl in Allergien und Infektionen auswirkt, aber auch ein Asthma bronchiale verschlechtern kann. Ursache ist dabei z.B. eine<span>&nbsp; </span>defekte Klimaanlage die den Abtransport von gesundheitsschädlichen Ausdünstungen (Boden-, Teppichkleber, Dämmmaterialien) nur noch ungenügend gewährleistet. Dazu kommt, dass häufig schlecht gewartete Klimaanlagen Pollen, Pilzsporen und Keime nach ins Gebäudeinnere tragen. Betroffene berichten von Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen, Müdigkeit, allergische Reaktionen, Abwehrschwäche und häufigen Infektionserkrankungen. Bei einem bestehenden Asthma bronchiale kann sich der Zustand dadurch erheblich verschlechtern – jedoch reagieren auch Gesunde mit akuten Atemwegsbeschwerden, depressiven Zuständen und verminderter Leistungsfähigkeit. Bei Überschreitung von Schwellenwerten kann es zum Auslöser dieser Beschwerden im Nervensystem kommen.Selbst bei geringen Mengen kann es zu körperlichen Symptomen kommen: etwa beim Gang durch die Parfümabteilung eines Kaufhauses – ohne dass sich im Blutbild Antikörper nachweisen lassen, wie das z.B. bei Allergien normalerweise der Fall ist. <br />                 Die Riechrezeptoren kommen mit den Gerüchen nicht mehr klar – und es sind immer mehr Menschen davon betroffen: sind wir doch alle rundum allen möglichen Düften ausgesetzt! Duftlampen, Deos für die Küche und den Mülleimer, Raumsprays, duftende Waschmittel und Weichspüler, Haarspray, Shampoos, Duschgels, die kleinen Weihnachtsbäume mit dem schwer verträglichen Terpen-Duftstoff die in vielen Autos am Rückspiegel hängen. Diese Liste ließe sich beliebig verlängern. <br />                 Um uns zu schützen sind schon geringe Mengen von Schimmelsporen für den Menschen riech-, und wahrnehmbar. Wird dieser Duft jedoch von einem anderen synthetischen Duftstoff überlagert wird die Gefahr-Signalisierende-Geruchswahrnehmung unterdrückt bzw. überdeckt. Die Schimmelsporen können ungehindert in den Organismus eintreten und ihre gesundheitsschädigenden Wirkungen entfalten. Die Wahrscheinlichkeit im Leben ein Asthma zu entwickeln steigt. Ebenso die chronischen <span>&nbsp;</span>Stirnhöhlenvereiterungen sowie allgemeine allergische Reaktionen. Besonders häufig sind Kinder davon betroffen. Das Marketing der modernen Betriebswirtschaft kennt den Zusammenhang zwischen Duft und Emotion und hat keine Hemmungen, ihre Produkte so an den Kunden zu bringen. Mit kleinsten Mengen werden große Wirkungen erzielt und die Bereiche, in denen es duftfrei ist nehmen immer mehr ab. <br />                 Man weiß heute, dass 26 Duftstoffe nachweislich Allergien auslösen. Darunter fallen z.B. das Geraniol, das dem Duft der Rose ähnlich ist, sowie Flieder-, Veilchen-, und Maiglöckchenöl. Sie sind mittlerweile reine Kunstprodukte mit teilweisen sehr giftigen Zusatzstoffen und <span>&nbsp;</span>stehen auf dem Index der EU, müssen also speziell gekennzeichnet werden. Dennoch reagiert in Deutschland mittlerweile jeder Dritte allergisch. <br />                 Dabei kann selbst „naturreines ätherisches Öl“ giftig sein. Düfte haben ein niedriges Molekulargewicht und sind leicht flüchtig sind. Dadurch dringen diese Substanzen über die Atemwege tief in den Organismus ein und verteilen sich über die Blutbahn überall im Körper. Es gelingt ihnen sogar, die sog. Blut-Hirn-Schranke außer Kraft zu setzen. Im Normalfall werden im Blut befindliche Schadstoffe, die das Gehirn reizen würden werden, nicht zugelassen und gehen ins Körperblut zurück. Ist diese Funktion aber gestört, können diese Reizstoffe zum einen leichter und zum anderen auch in geringeren Mengen ins Zentrale Nervensystem gelangen und dort die vorhin genannten körperliche Symptome auslösen. Wieder sind es die Kinder, deren Blut-Hirn-Schranke noch nicht voll ausgebildet ist, die davon besonders gefährdet sind. Sie haben noch kein voll funktionsfähiges System, das den Körper entgiftet. Die Wissenschaft ist sich uneins, ob auch Ungeborene davon betroffen sind, jedoch erscheint es als durchaus denkbar: die Duftmoleküle, die in den meisten Fällen plazentagängig sind<span>&nbsp; </span>werden nämlich mittels der Lungenbläschen transportiert und können so über die Blutbahn auch in die Plazenta gelangen. </p>
<p>Ein besonderes Problem stellen die synthetischen Moschusdüfte dar, der schwer abbaubar ist und sich in der Umwelt anreichert. Über<br />                 die Haut (Parfüm), die Nahrungskette und sogar in der Muttermilch gelangt er in den Organismus.<span>&nbsp;</span>Der Moschusduft ist extrem billig zu synthetisieren und dabei dem echten Moschusduft sehr ähnlich. Es sind Nitromoschusdüfte, die extrem fettlöslich und chronisch toxisch sind. Tierexperimenten geben Hinweise, dass sie dazu auch eine Krebserzeugende Wirkung haben. Die Chemieindustrie versuchte aus diesem Grund diesen Duft chemisch zu entschärfen – die Nitrogruppen sind nun nicht mehr vorhanden, jedoch bilden sie ebenso eine Neurotoxizität aus. Werden sie in hoher Konzentration über eine längere Zeit eingeatmet, kann es zu Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Humarin, Geraniol, Citronelol und Isoeugenol findet man bis heute als Angabe auf der Verpackung, so wie es die EU vorschreibt. Auch polyzyclischen Moschusduftstoffe sind enthalten. Es besteht aber leider keine Deklarierungspflicht für die Zusatzstoffe, mit denen man den Duft stabilisiert.<span>&nbsp;</span>Die Zeitschrift Ökotest verweist auf die Angaben des Österreichischen Bundesamtes wonach in 91% aller Blutproben auch die neuen Moschusverbindungen nachweisbar sind. <br />                 Die Zeitschrift Ökotest hat 30 Parfüms getestet, darunter weltbekannt Marken. Nur zwei davon erhielten ein „befriedigend“, die anderen waren als „ausreichend bis ungenügend“ beurteilt worden. Man kann also sagen, dass moderne Parfüms edel verpackte Chemie-Cocktails sind, die viele schädliche Zusatzstoffe enthalten.Für Menschen, die auf diese sog. Phtalate empfindlich reagieren ist das ein tägliches Problem im Kontakt mit anderen Menschen z.B. in Bus und Bahn. Da auch in anderen Produkten Phtalate (Weichmacher) nachweisbar sind, addieren sich diese Schadstoffe im Menschen. Dazu kommt ihre hormonelle Wirkung, die Leber und Niere schädigen können. <br />                 An vielen Orten, von denen wir gar nicht davon ausgehen, werden kaum wahrnehmbare Duftstoffe über Klimaanlagen in Räume versprüht: Kaufhäuser und Supermärkte und sogar Altenbegegnungsstätten sowie manche Arztpraxen sind darunter. Empirische Studien zeigen, dass bekannte und angenehme Düfte positive Gefühle erzeugen. So kann man bei Baumgarth lesen, dass Konsumenten „eine Marke in positiver Stimmung besser als in neutralem oder negativen Zustand“ beurteilen … deshalb kann ein angenehmer Duft über die positive emotionale Befindlichkeit auch auf die Markeneinstellung wirken (Baumgarth, Impulse für die Marktforschung und Markenführung, 2008, S. 47).<br />                 Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass man Kleidung unbedingt 1 – 2 Mal waschen muss, bevor man sie auf der Haut trägt. Auch beim Gebrauch von Haarspray ist<span>&nbsp; </span>Vorsicht anzuraten: <span class="big"><span>In einer Studie der Yale University School of Medicine wurde deutlich, dass Parfums in Haarsprays in der Lage sind, die Lungenfunktion auch beim Gesunden deutlich zu beeinträchtigen. </span></span>Was die weihnachtlichen Duftfreuden betrifft, die uns ein wohliges Gefühl vermitteln<span>&nbsp; </span>- sollte man also genau prüfen, was man gegebenenfalls sich und seinen Lieben damit antut: denn Augen kann man zumachen, Ohren kann man sich zuhalten, aber ein Duft findet immer in uns hinein – ob wir es wollen oder nicht.<br />                 Die meisten Intoleranzen sind nicht genetisch bedingt, sondern werden im Laufe des Lebens erworben. Die Exposition gegenüber Lösemitteln, Bioziden, Abgasen und ähnlich organischen Stoffen wird wohl zu noch mehr Unverträglichkeiten und Empfindlichkeiten führen. Die Rezeptorzellen in der Riechschleimhaut wird durch erste Kontakte sensibilisiert und nimmt danach alle weiteren Reize ungebremst auf. Jemand, der sich bei einem bestimmten Duft angewidert abwendet weiß möglicherweise nicht, dass auch er sich auf einem gefährlichen Weg befindet. Duftstoffe können auch in Folge zu Unverträglichkeiten gegenüber best. Lebensmitteln, Kunststoffen und schließlich bei Blumenwiesen und Birkenpollen führen. Es ist sehr schwer diese Toleranzgrenzen im Nachhinein wieder zu erhöhen. </p>
<p>Quellen:</p>
<p class="MsoNormal">Radio Thueringen mdr 1 am 24.11.2010 <br />                 Radio Bayern 2, am 18.12.2008: Sendung : IQ Wissenschaft und Forschung </p>
<p class="MsoNormal">Wenn Sie sich weiter informieren möchten: <a title="" target="_blank" href="http://www.la-umwelt.de/fuersiegefunden/pdf/Giftigeduefte.pdf"><br />                 http://www.la-umwelt.de/fuersiegefunden/pdf/Giftigeduefte.pdf</a><br />                 Der Bund für Naturschutz und Umwelt warnt vor gesundheitsschädlichen Parfüms</p>
<p><a title="" target="_blank" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/gefaehrlicher-duft/985488.html">http://www.tagesspiegel.de/berlin/gefaehrlicher-duft/985488.html</a><br />                 über die Gefahren des Shisha Rauchens<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9204288.html"></a></p>
<p><a title="" target="_blank" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9204288.html">http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9204288.html</a><br />                 Der Spiegel am 25.07.1995 über künstlichen Moschus in Duschgels und Schampoos.</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2011/11/gefahrliche-dufte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vom Lachen und vom Lächeln</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2011/11/vom-lachen-und-vom-lacheln/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2011/11/vom-lachen-und-vom-lacheln/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atemfundus]]></category>
		<category><![CDATA[Lachen und Weinen]]></category>
		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=769</guid>
		<description><![CDATA[Der verlorenste aller Tage ist der,
an dem man nicht gelacht hat.
Nicolas Chamfort
von Dr. K.O. Kuppe       aus Atem und Mensch 1/1965
In vorchristlicher Zeit hat bereits Heraklid den Ausspruch getan, dass Lachen und Weinen des Menschen heilige Handlungen seien. Er hat das wissenschaftlich bewiesen, aber er hat wahrscheinlich intuitiv erfasst, dass sowohl im Lachen als auch im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der verlorenste aller Tage ist der,<br />
an dem man nicht gelacht hat.<br />
Nicolas Chamfort</em></p>
<p>von Dr. K.O. Kuppe       aus Atem und Mensch 1/1965</p>
<p>In vorchristlicher Zeit hat bereits Heraklid den Ausspruch getan, dass Lachen und Weinen des Menschen heilige Handlungen seien. Er hat das wissenschaftlich bewiesen, aber er hat wahrscheinlich intuitiv erfasst, dass sowohl im Lachen als auch im Weinen etwas Elementares, Ursprüngliches zum Ausdruck kommt.<br />
Jedes Lachen und jedes Weinen führt zu einer seelischen und auch körperlichen Erschütterung.</p>
<p><span id="more-769"></span></p>
<p>Um diese Erschütterung ging es ja auch den Dramatikern unter den Griechen. Es war die Aufgabe des Schauspielers, den Zuhörer zu erschüttern, dass es zu einer Katharsis, zu einer inneren Läuterung und Wandlung geführt wird. Sowohl die griechische Tragödie als auch die Komödie vermochten dieses Ziel zu erreichen. Die Helden Homers brechen in ein zwerchfellerschütterndes Lachen aus.<br />
Lange Jahrhunderte hindurch schien die Bedeutung von Lachen und Weinen für die leibliche und seelische Gesundheit des Menschen in Vergessenheit geraten zu sein. Wenn man heute den Versuch unternimmt, in medizinischen Lehrbüchern, im Brockhaus, im Lexikon für Naturheilkunde nachzuschlagen nach Begriffen wie Lachen und Weinen, so findet man schon im Stichwortverzeichnis diese Ausdrücke nicht. Auch die Literatur über den Atem macht darin keine Ausnahme. Im Duden steht lediglich, wie man die Worte schreibt. Es ist das Verdienst der modernen Psychotherapie, diesen Urfunktionen des Menschen wieder größere Bedeutung zuzumessen.<br />
Zunächst müssen wir die Frage aufwerfen: Was geschieht eigentlich, wenn der Mensch lacht, wenn er herzhaft, lautschallend lacht? Sein ganzes Gesicht verwandelt sich, leuchtet scheinbar auf. Mund, Nase und Augen werden weit und breit gestellt, und durch den geöffneten Mund wird die Luft explosionsartig ausgestoßen. Wenn das Lachen so richtig aus der Tiefe herauskommt, dann nimmt der ganze Körper an dieser Erschütterung teil, er biegt sich vor Lachen. Man kann vor Lachen „platzen“, nach dem Volksmund kann man sich auch „totlachen“. Vor dem Röntgenschirm würden wir das Zwerchfell auf-, und abschwingen sehen, je nach Schnelligkeit des ausgestoßenen „Ha ha ha“. Anspannung und Entspannung des Zwerchfells folgen in rhythmischen und schnellen Wechsel. Man ist nach einer solchen Lachsalve erschöpft, aber man ist auf jeden Fall entspannt. Da die Bedeutung des Lachens im Ausatemvorgang liegt, ließe sich noch sehr viel dazu sagen, dass z.B. in vermehrten Maße Kohlensäure ausgeatmet wird, dass indirekt wiederum die Einatmung vertieft wird, dass Spannungen des Zwerchfells gelöst werden, dass die Blutzirkulation angeregt wird und dass der Leberstoffwechsel gesteigert wird und vieles andere mehr. Diese physiologischen Tatsachen sollen hierbei nur gestreift werden. Wir können soviel lachen, dass wir Tränen in die Augen bekommen, und es gibt Menschen, die so herzhaft lachen können, dass ihre ganze Umgebung angesteckt wird, ohne den Grund ihres Gelächters zu kennen. Lachen ist „innere Bewegung“, es vermag sich fortzupflanzen wie Schallwellen. Lachen bedeutet Befreiung, wenn eine persönliche, eine ernste oder auch gefahrvolle Situation sich um Komischen hin auflöst. Beim Kind offenbart sich das Lachen am schönsten, am elementarsten. Hat un snciht alle einmal das Kasperle-Theater zum Lachen oder Weinen geführt? Später waren es der Zirkusclown, und für den Erwachsenen ist es der geistreiche Conferencier. Lachen ist etwas Geistiges, ausgelöst durch ein Bild oder durch eine Vorstellung. Nur Menschen vermögen zu lachen, Tiere können es nicht.<br />
Die stillere Schwester des Lachens ist das Lächeln. Es ist nicht explosiv, es ist nicht stürmisch, aber irgendwie ist es auch elementar. Es durchleuchtet den Menschen von innen heraus. Ein wirkliches Lächeln kann ein Gesicht verklären. Vielleicht könnte man von einem stilleren, vergeistigteren Prozess des Lachens sprechen. Vielleicht verstehen wir das Lächeln besser, wenn wir an seinen Gegensatz, das Grinsen denken.<br />
Grinsen ist immer etwas Hässliches. In der Kunst des Mittelalters sind Teufel und Hexen immer grinsend dargestellt. Das hämische Grinsen ist gebunden an niedere Instinkte, an Neid, Schadenfreude, Lust am Quälen, aber es führt niemals zur Lösung, es führt zur Grimasse, zu einer extremen Verspannung, zu einer Verzerrung des Gesichts, zu einer Verspannung des ganzen Körpers, es führt zur Hässlichkeit der Bewegung.<br />
Mit Humor erhebt der Mensch sich über sich selbst und über sein Schicksal. Auch im Galgenhumor findet ein solcher Prozess statt. Vielleicht ist die Erzählung aus dem Mittelalter schon in Vergessenheit geraten: Ein zum Tode Verurteilter wird bei strömenden Regen aus dem Gefängnis zum Galgen geführt. Auf dem Wege dorthin sagt er zu seinem Henker: „Gott sei Dank, dass ich bei diesem Sauwetter nicht wieder zurück muss!“ Das ist Galgenhumor im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist aber auch ein Zeugnis menschlicher Geisteshaltung, die die Tragik der Situation bereits überwunden hat. Viele Frontsoldatenwitze beruhen auf derselben Ebene. Humor bedeutet aber auch Selbstschau, Erkennen der eigenen Schwäche. In den liebenswerten Gestalten von Graf Bobby, von Poldi, von Tünnes und Scheel, im sächsischen Humor und im jüdischen Witz begegnet uns immer wieder jene ehrliche Selbstkritik, die in der bildhaften Einkleidung eines kurzen Witzes weit mehr auszudrücken vermag als eine lagen, psychologische Abhandlung.<br />
Die Karikatur, die Satire ist immer gegen eine 3. Person gerichtet. Der Berliner Humor liefert dafür viele Beispiele. Besonders liebenswert aber bleibt das Erkennen und Beleuchten der eigenen Schwächen, für das der Wiener und der süddeutsche Humor viele Beispiele hat. <em>Rudolf Maier</em> schreibt in der „Weisheit der deutschen Märchen“: “Ohne souveränen Humor wird man niemals den wahren Geist finden“. Viel stilles Lächeln ist in den deutschen Volks-märchen verborgen. Zwerge und Gnomen, sprechende Tiere, das tapfere Schneiderlein oder die Prinzessin, die auf der Erbse schläft, haben ihn.<br />
Lachen und Lächeln sind eine geistige Macht. Sie vermögen den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes aus der Verspannung des Alltags zu lösen. Nicht nur im übertragenen Sinn wird hier der Mensch gelöst, sondern ganz real, seelisch und körperlich. Vielleicht wird einmal eine Zeit kommen – und das wird gewiss eine schöne Zeit sein &#8211; , wenn wir unser Straßen und Plätze nicht mehr nach Feldherren und Politikern benennen, sondern nach denen, die die Menschen zum Lachen und Lächeln brachten, die sie lösten aus dem Alltag und der Bedrängnis ihres Körpers. <em>Curt Goetz</em>, einer der großen Meister des Humors, schrieb seinem „Dr. med. Hiob Praetorius“ den inhaltsschweren Satz: Was uns fehlt, ist Freude; was wir brauchen, ist Hoffnung; was uns nottut, ist Zuversicht; wonach wir dürsten, ist Liebe und wonach wir verschmachten, ist Frohsinn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2011/11/vom-lachen-und-vom-lacheln/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

