<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Atmen</title>
	<atom:link href="http://www.atemmassage.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.atemmassage.de</link>
	<description>mit Helga Segatz</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Sep 2010 07:00:52 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.5</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Kräftigungsübungen für die Augenmuskulatur</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/09/kraftigungsubungen-fur-die-augenmuskulatur/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/09/kraftigungsubungen-fur-die-augenmuskulatur/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 07:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atemfundus]]></category>
		<category><![CDATA[Augenmuskulatur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1313</guid>
		<description><![CDATA[von Helga Segatz
Der Augenmuskulatur ergeht es wie jeder anderen Muskulatur des Bewegungsapparates: Wenn sie nicht ausreichend genutzt wird, verkümmert und degeneriert sie. Deshalb sollte man sich möglichst schon bevor die Funktionstüchtigkeit nachlässt die eine oder andere Übung angewöhnen, die leicht an jedem Platz zu jeder Zeit durchgeführt werden kann und die der Kräftigung der Augenmuskulatur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Helga Segatz</p>
<p>Der Augenmuskulatur ergeht es wie jeder anderen Muskulatur des Bewegungsapparates: Wenn sie nicht ausreichend genutzt wird, verkümmert und degeneriert sie. Deshalb sollte man sich möglichst schon bevor die Funktionstüchtigkeit nachlässt die eine oder andere Übung angewöhnen, die leicht an jedem Platz zu jeder Zeit durchgeführt werden kann und die der Kräftigung der Augenmuskulatur dient. &nbsp;</p>
</p>
<p> <span id="more-1313"></span>
<p>Setzen Sie sich dazu bequem auf das vordere Drittel eines Stuhls, ohne sich anzulehnen oder setzen Sie sich am Boden auf eine Decke im&nbsp; Schneidersitz. Achten Sie auf eine aufgerichtete Wirbelsäule. Falls nötig, legen Sie Brille oder Kontaktlinsen während des Übens zur Seite.<br />  Bevor Sie mit dem Üben beginnen beobachten Sie mit geschlossenen Augen ihren Atem. Den Einatem … den Ausatem … die Atempause, sofern sich letztere zeigen mag, bevor ein neuer Einatem ganz von selbst kommt.</p>
<p>Lassen Sie sich dafür 2 – 3 Minuten Zeit, die Ihrer inneren Sammlung dienen.</p>
<p>1. Schulterkreisen<br />  Eine Schulter beginnt eine großen Kreis von vorne nach hinten zu beschreiben, der mit der Zeit immer kleiner wird. Der Hals darf sich dazu leicht mitbewegen. Spüren Sie die Wirkung, die dieses Kreisen auf Ihren Hals und auf die Augen hat? Spüren Sie, wie sich Ihr Atem ganz von selbst auf dieses Kreisen einstellt? Nach einer Weile kreisen Sie mit der anderen Schulter.</p>
<p>2. Oben und unten<br />  Schauen Sie nun geradeaus und schließen Sie die Augen. Unter den geschlossenen Lidern schauen Sie nun so weit es geht nach oben und dann nach unten. Nehmen Sie Ihren Ein-, und Ausatem mit dazu. Der Kopf bewegt sich dabei nicht!<br />  10 mal in jede Richtung. An den Wendepunkten, oben und unten, hält man jeweils einen Moment in der höchsten Spannung an, bevor man die Richtung ändert. Am Schluss ruhen Sie sich einige Sekunden aus.</p>
<p>3. Rechts und Links<br />  Danach wird dasselbe Üben in der Waagerechten vorgenommen. Anfangs blickt man man wiederum geradeaus. Dann bewegen sich die Augen so weit wie möglich zum rechten Augenwinkel, dann zum linken und so ebenfalls 10 mal hin und her.<br />  Die Pausen werden in der Höchstspannung eingehalten wie oben und der Kopf bewegt sich nicht mit.</p>
<p>4. Die Diagonale<br />  von oben rechts nach unten links, auch 10 mal. Und dann von oben links nach unten rechts. Achten Sie auf die Ruhepausen zwischen den einzelnen Phasen. Nehmen Sie Ihren Ein-, und Ausatem mit dazu. Der Kopf bewegt sich dabei nicht.</p>
<p>5. Kreisen<br />  Als letztes werden die verschiedenen Richtungen durch Kreisen der Augen miteinander verbunden: 5 oder&nbsp; 6 mal rechtsherum und&nbsp; 5 oder 6 mal linksherum. Und zwar gemächlich, ohne sich zu eilen. Achten Sie darauf, wie sich Ihr Atem dazu einstellt; der Kopf bewegt sich nicht … nur die Augen kreisen.</p>
<p>Schauen Sie nach dem Üben aus dem Fenster in die Weite …. <br />  Oder …&nbsp; legen Sie sich mit geschlossenen Augen eine Weile entspannt flach auf den Boden um die Übungen nachwirken zu lassen …</p>
<p>Lassen Sie sich von der Wirkung überraschen, die diese Übungen nicht nur auf Ihre Augen haben werden.</p>
</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> Die Ursache für axiale Brechungsfehler (Myopie, Hyperopie) ist in den meisten Fällen ein Missverhältnis zwischen der Brechkraft der optischen Medien (Hornhaut, Linse) und der Baulänge des Augapfels, jedoch keine Störung der Augenmuskeln. Darum wird das angestrebte Ergebnis des Augentrainings, Fehlsichtigkeiten durch Entspannung der Augenmuskeln reduzieren oder gar beseitigen zu können, von der Wissenschaft als nicht erreichbar angesehen. Da ein anerkannter Nachweis einer therapeutischen Wirksamkeit des Augentrainings auf Fehlsichtigkeiten darüber hinaus bis heute nicht erbracht wurde, wird das Verfahren von der evidenzbasierten Medizin abgelehnt. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/09/kraftigungsubungen-fur-die-augenmuskulatur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Willkommen!</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/08/willkommen/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/08/willkommen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 19:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.oliverwick.online.de/Atem/Atemmassage/?p=1</guid>
		<description><![CDATA[Willkommen auf der&#160;Homepage von Helga Segatz.
Hier&#160;gibt es Atemtipps, aktuelle Informationen zu&#160;Atemgruppen und Seminaren, sowie zu Fortbildungen in Atemmassage.         In der Rubrik &#34;Presse&#34; können Sie sich&#160;über Veröffentlichungen informieren, die es zum Thema &#160;Atemtherapie&#160;gegeben hat.&#160;         In &#34;Gehört, gelesen&#34;&#160;erfahren Sie jeden Monat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin-bottom: 5px; margin-left: 0px; margin-right: 10px" title="" alt="" src="/wordpress/wp-content/uploads/Headerbilder/5.jpg" align="left" height="200" width="300" />Willkommen auf der&nbsp;Homepage von Helga Segatz.</p>
<p>Hier&nbsp;gibt es Atemtipps, aktuelle Informationen zu&nbsp;Atemgruppen und Seminaren, sowie zu Fortbildungen in Atemmassage. <br />        In der Rubrik &quot;Presse&quot; können Sie sich&nbsp;über Veröffentlichungen informieren, die es zum Thema &nbsp;Atemtherapie&nbsp;gegeben hat.&nbsp; <br />        In &quot;Gehört, gelesen&quot;&nbsp;erfahren Sie jeden Monat etwas darüber hinaus, das vielleicht auch für Sie interessant und/oder wissenswert&nbsp;ist.&nbsp;</p>
<p>Viel Spaß beim &quot;Blättern&quot;!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><font size="4" color="#993300"><strong><a title="" href="/category/gehoert-gelesen">GEHÖRT, GELESEN!</a></strong></font></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/08/willkommen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Feindseligkeiten</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/08/feindseligkeiten/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/08/feindseligkeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 07:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feindseligkeiten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1287</guid>
		<description><![CDATA[

&#160;

Könnten wir die geheimen Biographien unserer         Feinde lesen, würden wir im Leben eines jeden         genügend Kummer und Leiden finden, um alle         Feindseligkeiten außer Kraft zu setzen.
Henry W. Longfellow
&#160;
&#160;
Photo: Sonja Bojko
  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 10px 10px 10px 20px" alt="" title="" src="/wordpress/wp-content/uploads/roter%20Luftballon%20klein.jpg" align="left" height="225" width="300" /></p>
<p><font size="2"></font></p>
<p><font size="2">&nbsp;</font></p>
<p><font size="2"><font size="3"></font></font></p>
<p><font size="2"><font size="3">Könnten wir die geheimen Biographien unserer<br />         Feinde lesen, würden wir im Leben eines jeden<br />         genügend Kummer und Leiden finden, um alle<br />         Feindseligkeiten außer Kraft zu setzen.</font></font></p>
<p><span>Henry W. Longfellow</span></p>
<p><font size="1">&nbsp;</font></p>
<p><font size="1">&nbsp;</font></p>
<p><font size="1">Photo: Sonja Bojko</font></p>
<p><span><br />     <br xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" />    &nbsp;</span> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/08/feindseligkeiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kleinigkeiten zum Glücklichsein</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/08/kleinigkeiten-zum-glucklichsein/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/08/kleinigkeiten-zum-glucklichsein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehört, gelesen.]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1272</guid>
		<description><![CDATA[„Wir überschätzen das Anhalten großer Gefühle und wir unterschätzen den Einfluss der kleinen Dinge“, sagt Daniel Gilbert, Professor für Psychologie und Glücksforscher an der Universität in Harvard             Hier ein paar seiner Tipps:   

Beginnen Sie Ihren Tag mit der unangenehmsten Aufgabe.
Sprechen Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wir überschätzen das Anhalten großer Gefühle und wir unterschätzen den Einfluss der kleinen Dinge“, sagt Daniel Gilbert, Professor für Psychologie und Glücksforscher an der Universität in Harvard<br />             Hier ein paar seiner Tipps:   </p>
<ul>
<li>Beginnen Sie Ihren Tag mit der unangenehmsten Aufgabe.</li>
<li>Sprechen Sie aus, wenn Sie etwas unzufrieden macht. Das Gefühl sich Luft gemacht zu haben lässt die Glückshormone strömen. Sprechen sie es ebenfalls aus, wenn Sie mit etwas sehr zufrieden sind. Je mehr Lob man gibt, desto mehr bekommen auch Sie zurück.</li>
<li>Verbringen Sie mal wieder einen ganzen Tag in der Natur. <span id="more-1272"></span> Lasen Sie alles daheim, was der Umgebung Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit nimmt, wie z.B.&nbsp; MP3 Player oder auch das Handy (zumindest schalten Sie es stumm …. )  </li>
<li>Schalten Sie Ihr Handy mal einige Stunden ganz aus und gönnen sich den Luxus wenigstens zeitweise ganz unerreichbar zu sein  </li>
<li>Beschenken Sie sich selbst: mit einer Atembehandlung, Ihren Lieblingsblumen oder einem schönen Duft …</li>
<li>Wie wäre es, einmal 30 Minuten früher aufzustehen: ein Spaziergang <u>vor</u> der Arbeit oder in Ruhe die Zeitung lesen – lassen Sie sich beschenken von dem Gefühl in aller Ruhe Ihren Tag zu beginnen</li>
<li>Bringen Sie Menschen zum Lachen. Eine US-Studie hat gezeigt, dass sich Menschen nach einem einzigen Dankeschön noch einen Monat später glücklicher fühlen.</li>
<li>Laden Sie Gäste ein, die Sie wirklich mögen und verzichten Sie dabei auf aufwendige Speisen und Dekoration.&nbsp;  </li>
<li>Spenden Sie! Der Betrag ist dabei nicht entscheidend, kaufen Sie eine Obdachlosenzeitung, oder geben Sie dem nächsten Bettler einen Groschen …</li>
<li>Vermeiden Sie zu „meckern“: Dies schlägt sich i.d.R. aufs eigene Gemüt. Zählen Sie statt dessen bis 10 und überlegen sich ob „Meckern“ tatsächlich die Situation verändern würde.</li>
<li>Lesen Sie sich gemeinsam (abwechselnd) ein Buch vor – oder lesen Sie jemanden etwas vor.  </li>
<li>Zu Singen verursacht im Gehirn geradezu einen Glücksrausch. 15 Minuten genügen – und es muss auch nicht unbedingt jemand zuhören.  </li>
<li>Bestellen Sie im Restaurant etwas, das sie noch nie probiert haben.  </li>
<li>Raum für Stille: Besuchen Sie einen schönen Ort zum Verweilen oder lauschen Sie einfach einige Minuten lang Ihrem Atem. Oder versuchen Sie mal für 10 Minuten absichtslos den Wolkenbewegungen am Himmel zu folgen &#8230;.&nbsp; </li>
<li>Sorgen Sie für einen erholsamen Schlaf, indem sie z.B. 60 Minuten vorher lieber eine ruhige Musik hören, als einen aufregenden Krimi im TV sehen. Das Schlafzimmer sollte gut gelüftet und dunkel sein. Helligkeit regt die Zirbeldrüse im Gehirn an und ist kontraproduktiv.&nbsp;  </li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/08/kleinigkeiten-zum-glucklichsein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8230; das Ein und das Aus</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/07/das-ein-und-das-aus/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/07/das-ein-und-das-aus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 07:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atemfundus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1252</guid>
		<description><![CDATA[
Einatmen     kommen was ist     was kommt
Ausatmen     loslassen was ist     was war

 

 in der winzigkleinen Pause     zwischen dem Ein und Aus     in diesem Augenblick     fast unmerklich  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center">
<p align="center">Einatmen<br />     kommen was ist<br />     was kommt</p>
<p align="center">Ausatmen<br />     loslassen was ist<br />     was war</p>
</p>
<p> <span id="more-1252"></span>
<p align="center"></p>
<p align="center"> in der winzigkleinen Pause<br />     zwischen dem Ein und Aus<br />     in diesem Augenblick<br />     fast unmerklich<br />     da-sein<br />     ohne wollen, wünschen, müssen<br />     einfach nur sein<br />     und ahnen<br />     das Seiende<br />     der/die Ich-bin-da<br />     umfängt alles<br />     das Ein und das Aus<br />     ist<br />     jetzt<br />     und in Ewigkeit</p>
<p align="center"><font size="1">von Angelika Sterr</font></p>
<p align="center">&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/07/das-ein-und-das-aus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Atmend den Bogen spannen</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/07/atmend-den-bogen-spannen/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/07/atmend-den-bogen-spannen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atemfundus]]></category>
		<category><![CDATA[Atmen]]></category>
		<category><![CDATA[Bogenschießen]]></category>
		<category><![CDATA[Herrigel]]></category>
		<category><![CDATA[Zen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1010</guid>
		<description><![CDATA[Von Matthias J. Ulrich
Seit dem Erscheinen von Eugen Herrigels Buch ‚ Zen in der Kunst des Bogenschießens‘ im Jahr 1948, assoziieren im Westen viele mit dem Bogenschießen nicht mehr eine alte Kriegskunst sondern eine meditative Übung. Das Spannen des Bogens reizt uns, etwas von dieser Transformation zu erfahren. 
Herrigel übte fünf Jahre in Japan bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Matthias J. Ulrich</p>
<p>Seit dem Erscheinen von Eugen Herrigels Buch ‚ Zen in der Kunst des Bogenschießens‘ im Jahr 1948, assoziieren im Westen viele mit dem Bogenschießen nicht mehr eine alte Kriegskunst sondern eine meditative Übung. Das Spannen des Bogens reizt uns, etwas von dieser Transformation zu erfahren. </p>
<p><img style="margin: 5px" title="" alt="" src="/wordpress/wp-content/uploads/Bogen_klein_Matthias%20J%20Ulrich.jpg" align="left" border="null" height="201" width="300" />Herrigel übte fünf Jahre in Japan bei Meister Awa Kenzo, bevor dieser ihm sagte, nun schieße nicht ‚er‘ sondern ‚es‘.&nbsp; <br />    Am Anfang des Übens stand der Atem.<br />    Die ersten Versuche Herrigels den Bogen zu spannen kommentierte der Meister: „Sie können es nicht, weil Sie nicht richtig atmen“ und&nbsp;&nbsp;<br />    &nbsp;„mit der richtigen Atmung entdecken Sie den Ursprung geistiger Kraft. Je lockerer Sie sind, desto leichter fließt die Kraft.“ Er fing also an, sich unter Anleitung seines Meisters erst einmal im Atmen zu üben, mit leichtem Summen um die Atmung zu kontrollieren. Er bemühte sich gewissenhaft, den lockeren Atem auf das Bogenschießen zu übertragen. Es wollte nicht gelingen. Der Meister, der das bemerkte, sagte: „Das ist gerade der Fehler, dass Sie sich darum bemühen. Atmen Sie so, als hätten Sie nichts anderes zu tun.“<br />    Nach langem Üben gelang es Herrigel dann tatsächlich einmal, sich unbekümmert in die Atmung fallen zu lassen. Er atmete nicht mehr, er wurde geatmet. Im Lauf der Zeit gelang es ihm immer öfter, bei völliger Lockerung den Bogen zu spannen und die Spannung zu halten. So verging das erste Übungsjahr (1)<br />    Wer von uns zum ersten Mal einen Bogen in die Hand nimmt ist weder in einem Zen-Kloster in Japan noch</p>
</p>
<p> <span id="more-1010"></span>
<p><img style="margin: 5px" title="" alt="" src="/wordpress/wp-content/uploads/bogenschiessen-klein.jpg" align="left" border="null" height="225" width="300" />&nbsp;bei Meister Awa. Bestenfalls wollen wir im Urlaub eine Gelegenheit wahrnehmen unsere Neugier zu befriedigen, wie es sich anfühlt einen Pfeil abzuschießen. Eben sind wir noch im Meer geschwommen und haben mit jedem Zug der Arme tief Luft geholt und (vielleicht sogar unter Wasser) wieder ausgestoßen. Ohne darüber nachzudenken atmen wir tief und regelmäßig. Kurze Zeit später mit dem Bogen in der Hand stockt uns schon der Atem beim Spannen der Sehne. Die Hand, die den Bogen auf Abstand hält, verkrampft sich ebenso wie die Finger, die die Sehne halten. Arme und Beine stehen unter Spannung. Selbst der Kopf ist fest zwischen den Schultern eingeschraubt. Der Ausruf: „Ich kann die Sehne nicht ziehen, der Bogen ist zu schwer für mich!“ hilft nicht. Jetzt hilft nur Atmen! Den Bogen ablegen, alle Glieder ausschütteln und atmen. Atmend nehmen wir den Bogen wieder in die Hand. Wir werden es nicht gleich schaffen, uns ‚unbekümmert in die Atmung fallen zu lassen‘. Wer Atemerfahrung hat, dem wird es leichter fallen, nun absichtslos atmend selektiv nur die Muskeln im Rücken zu spannen,&nbsp; die wir brauchen um die Hand, die die Sehne hält, nach hinten zu ziehen. Alle anderen Muskeln bleiben locker. Und nur mit gleichmäßiger Atmung können wir verhindern, dass die Hand, die den Bogen hält, anfängt zu zittern. Nach einigen Versuchen stellen wir fest, mit lockerer Atmung und lockeren Muskeln ist es gar nicht so schwer,&nbsp; den Bogen zu spannen. <br />    Und nun wird das Lösen der Spannung im Schuss aus konzentrierter Ruhe und Gelassenheit zu einer lustvollen Herausforderung. Das Öffnen der gekrümmten Finger, die die Sehne halten, geschieht so, wie sich eine Blüte öffnet. Es geschieht einfach. Ohne willentliche Anstrengung. Es ist eine erstaunliche Erfahrung, den Moment, in dem wir die Sehne aus der Spannung entlassen,&nbsp; den richtigen Moment – griechisch kairos &#8211; , in dem der Pfeil sein Ziel erreicht, mit zunehmender Übung mit unserem Unterbewussten zu erspüren. Atmend im Spannen des Bogens können wir uns selbst vergessen.<br />    Im Rahmen der Sommerakademie kretakreativ an der Südküste Kretas besteht die Möglichkeit,&nbsp; unter der Anleitung von Helga <img style="margin: 5px" title="" alt="" src="/wordpress/wp-content/uploads/Bogen_klein_Meerstimmung.jpg" align="left" border="null" height="201" width="300" />Segatz im sonnendurchfluteten Licht, klarem Wasser und südlichen Düften direkt am Meer den eigenen Atem zu erfahren,&nbsp; Aufatmen, Durchatmen&nbsp; und Entspannen neu zu erleben.&nbsp;&nbsp; An zwei Vormittagen des Kurses können die Teilnehmer mit Matthias J. Ulrich, dem Autor des Textes „Atmend den Bogen spannen“,&nbsp;&nbsp; eigene Erfahrungen sammeln. </p>
<p>(1) zitiert nach Ramakrishna: Bogenschießen als geistige Übung</p>
<p><a title="" target="_blank" href="/wordpress/kurse-in-atemerfahrung/">Atmen und Meer</a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br />    Intensivkurs mit Helga Segatz vom 28.08. bis 03.09.2010</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer beim Bogenschießen süchtig wurde, kann sich eine Woche lang täglich üben bei Bogenschießen in Kreta</p>
<p>Intensivkurs mit Matthias J. Ulrich vom 15.05 bis 22.05.2010 und 04.09. bis 11.09.2009</p>
<p>Weitere Infos unter <a title="null" target="_blank" href="http://www.kretakreativ-vision.de">www.kretakreativ-vision.de</a>&nbsp; &nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/07/atmend-den-bogen-spannen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Marc Aurel</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/06/marc-aurel-2/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/06/marc-aurel-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 07:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[geistige Gesinnung]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1204</guid>
		<description><![CDATA[       Nach der Beschaffenheit      der Gegenstände,      welche du dir am häufigsten vorstellst,       wird sich auch      deine Gesinnung bilden,       denn von der Vorstellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 5px 15px 5px 5px" alt="" title="" src="/wordpress/wp-content/uploads/Tulpe%20klein.jpg" align="left" height="178" width="200" /> <br />      Nach der Beschaffenheit<br />      der Gegenstände,<br />      welche du dir am häufigsten vorstellst, <br />      wird sich auch<br />      deine Gesinnung bilden, <br />      denn von der Vorstellung<br />      nimmt die Seele ihre Farbe an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> <font size="1">Foto: Henner Weinschenk, München</font>  </p>
<p> <br xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" />     &nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/06/marc-aurel-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;noch eine Runde auf dem Karussell&#8221;</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/06/noch-eine-runde-auf-dem-karussell/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/06/noch-eine-runde-auf-dem-karussell/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 07:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundus]]></category>
		<category><![CDATA[Stille]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1193</guid>
		<description><![CDATA[
von Tiziano Terzani
Es gibt verschiedene Arten der Stille, und jede hatte ihre Besonderheiten. Tagsüber bestand die Stille aus dem Gezwitscher der Vögel, Tierrufen und dem Rauschen des Windes, und nie mischten sich die Geräusche darein, die nicht aus der Natur gekommen wären – weder von Motoren noch von Menschen. Nachts hingegen war die Stille ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 5px 15px 5px 5px" alt="" title="" src="/wordpress/wp-content/uploads/Lucklumbuddha%20klein.jpg" align="left" height="150" width="200" /></p>
<p>von Tiziano Terzani</p>
<p>Es gibt verschiedene Arten der Stille, und jede hatte ihre Besonderheiten. Tagsüber bestand die Stille aus dem Gezwitscher der Vögel, Tierrufen und dem Rauschen des Windes, und nie mischten sich die Geräusche darein, die nicht aus der Natur gekommen wären – weder von Motoren noch von Menschen. Nachts hingegen war die Stille ein gleichförmiges, tiefes Dröhnen, das aus den Tiefen der Erde aufstieg, die Mauern durchdrang und alles ausfüllte. Hier oben war die Stille ein Klang. Ein Symbol für die Harmonie der Gegensätze, die ich anstrebte? Meine Ohren hörten absolut nichts, doch dieses Dröhnen war in und um meinen Kopf. Die Stimme Gottes? Sphärenmusik? Während ich lauschte, versuchte ich sie einzuordnen – und konnte mir nur einen riesengroßen Fisch vorstellen, der auf dem Meeresgrund sang. Wundervoll, diese Stille! Und doch versuchen wir modernen Menschen</p>
</p>
<p> <span id="more-1193"></span>
<p> sie, wo es geht, zu vermeiden, haben fast Angst vor ihr, vielleicht, weil wir sie mit dem Tod gleichsetzen. Wir haben es uns abgewöhnt, still, allein zu sein. Drückt uns ein Problem oder spüren wir, dass uns Verzweiflung überkommt, betäuben wir uns lieber rasch mit irgendeinem Lärm oder mischen uns unter Leute, anstatt uns einen stillen abgeschiedenen Ort zu suchen, innezuhalten und über die Sache nachzudenken. Ein Fehler, denn die Stille ist eine Urerfahrung des Menschen. Ohne Stille kein Wort. Keine Musik. Ohne die Stille kann man nicht hören. Nur in der Stille ist es möglich, wieder in Einklang zu kommen mit sich selbst, die Bindung wiederzufinden zwischen unserem Körper und allem, was jenseits dessen liegt. </p>
<p>aus &quot;Noch eine Runde auf dem Karussell&quot; von Tiziano Terzani </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/06/noch-eine-runde-auf-dem-karussell/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Alt werden ist nichts für Feiglinge“</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/05/%e2%80%9ealt-werden-ist-nichts-fur-feiglinge%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/05/%e2%80%9ealt-werden-ist-nichts-fur-feiglinge%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 May 2010 06:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wecheljahre]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1185</guid>
		<description><![CDATA[von Britta-Marei Lanzenberger
Bemerkte bereits Mae West. Dabei altern wir mit jedem Tag, von unserer Geburt an. Es machen sich nicht erst plötzlich mit 30 oder 40 Veränderungen bemerkbar, sondern jeden Tag. Die Frage ist nur, wie aufmerksam wir uns gegenüber sind. Bewerten wir die Veränderungen zum Alter negativ, werden wir länger versuchen, sie zu ignorieren.
Copyright [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Britta-Marei Lanzenberger</p>
<p>Bemerkte bereits Mae West. Dabei altern wir mit jedem Tag, von unserer Geburt an. Es machen sich nicht erst plötzlich mit 30 oder 40 Veränderungen bemerkbar, sondern jeden Tag. Die Frage ist nur, wie aufmerksam wir uns gegenüber sind. Bewerten wir die Veränderungen zum Alter negativ, werden wir länger versuchen, sie zu ignorieren.</p>
<p><font size="1">Copyright Fotolia &#8211; Konstantin Sutyagin</font> <br />   <img style="margin: 5px" alt="" title="" src="/wordpress/wp-content/uploads/Fotolia_klein_6905127_XS.jpg" align="left" height="142" width="212" />Durch die Hormonumstellung im Wechsel können typische Alterserscheinungen tatsächlich einen spürbaren Schub erfahren, meistens werden wir dies an Haut und Haaren bemerken. Doch keine Panik: stellen wir uns mit der angemessenen Lebensführung – also Ernährung, Bewegung, Entspannung, Körperpflege &#8211; darauf ein, geht es keineswegs so rasant weiter, sondern pendelt sich wieder ein. Viele „Symptome“* kommen eben nicht durch die Wechseljahre, sondern einfach mit dem tagtäglichen Älterwerden. So wie wir ja auch nicht an unserem Geburtstag um ein ganzes Jahr altern, sondern nur um einen weiteren Tag, so wie jeden Tag. </p>
<p>„In unserer Gesellschaft wird der biologische Verfallsprozess betont und das Altern gefürchtet“ heißt es in </p>
<p> <span id="more-1185"></span>
<p>dem Buch „Regel-lose Frauen“. Es gibt aber noch immer Kulturen, in denen mit dem Alter ein erstrebenswerter gesellschaftlicher Status einhergeht. Bezeichnenderweise haben Frauen in diesen Kulturen auch weniger Probleme mit Wechseljahrsbeschwerden. Dabei stimmt bei uns das gesellschaftliche Ansehen mit dem persönlichen Empfinden nicht unbedingt überein.</p>
<p>&nbsp;„Vielmehr wird das Körpergefühl und auch das Lebensgefühl von den meisten (Frauen mit Vierzig) als besser, stabiler angesehen als in früheren Jahrzehnten: trotz oder wegen der Erkenntnis, dem Körper nicht mehr ganz so viel zumuten zu können wie früher. Das im Vergleich zu früher bessere Lebens- und Körpergefühl scheint vielmehr darauf zu beruhen, dass die Frauen langsam gelernt haben, die eigenen Kräfte besser einzuschätzen.“ (Ingrid Riedel „Die gewandelte Frau“)</p>
<p><a href="http://www.wechselzeit.info/" title="" target="_blank">wechselzeit</a> möchte dazu beitragen, Mut zum Älterwerden zu machen. Und mehr als das: richtig Freude daran zu haben! Mit dem (Wieder-)Entdecken der Qualitäten des Alters erscheint der Jugendwahn plötzlich lächerlich. „Du wirst so alt, wie du jung warst“ schreibt Luisa Francia. Na dann…!</p>
<p> <font size="1">* Sprechen wir von „Symptomen“ im Zusammenhang mit Wechseljahren und Alter, erscheint beides im Sinne einer Krankheit, eines nicht normalen und nicht wünschenswerten Zustandes, der behoben werden muss. Allein diese bei uns geläufige Formulierung zeigt und prägt die Einstellung zu diesen natürlichen Lebensabschnitten.<br />    </font> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/05/%e2%80%9ealt-werden-ist-nichts-fur-feiglinge%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Guten Abend, gute Nacht</title>
		<link>http://www.atemmassage.de/2010/04/guten-abend-gute-nacht/</link>
		<comments>http://www.atemmassage.de/2010/04/guten-abend-gute-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 07:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga Segatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Atemfundus]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.atemmassage.de/?p=1176</guid>
		<description><![CDATA[von Dr. K.O. Kuppe 
Manch einer wird sich noch aus seiner Kindheit eine Erinnerung bewahrt haben an die Melodie eines Wiegenliedes, das ihm seine Mutter zum Einschlafen vorgesungen hat. Viele werden allerdings Wiegenlieder nur noch im Musikunterricht der Schule kennen gelernt haben und diese vielleicht unter innerem Protest des jugendlichen Gemütes als veraltet und längst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Dr. K.O. Kuppe </p>
<p>Manch einer wird sich noch aus seiner Kindheit eine Erinnerung bewahrt haben an die Melodie eines Wiegenliedes, das ihm seine Mutter zum Einschlafen vorgesungen hat. Viele werden allerdings Wiegenlieder nur noch im Musikunterricht der Schule kennen gelernt haben und diese vielleicht unter innerem Protest des jugendlichen Gemütes als veraltet und längst überholt mitgesungen haben.<br />    Als Kinder und junge Menschen haben wir meist alle gut und fest geschlafen. Erst in späteren Lebensjahren spürt man, was Schlaflosigkeit bedeuten kann. Für den ganzen Tag ist es bedeutungsvoll, ob wir mit dem „richtigen Bein“ aufgestanden sind oder ob wir unausgeschlafen an unser Tagwerk gehen.</p>
</p>
<p> <span id="more-1176"></span>
<p>  Eine bekannte pharmazeutische Firma hat vor einiger Zeit eine sehr hübsche Reklamesendung an Ärzte verteilt. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Wiegenliedern europäischer und asiatischer Völker. Die Musik dieser Schlaf-, und Wiegenlieder, so extrem und fremd sie uns auch manchmal anmuten mag, hat ein Gemeinsames, von Brasilien bis China und von Russland bis Skandinavien: einen wiegenden, einschmeichelnden Rhythmus, etwas Sanftes, Umhüllendes. Kinder, die in der Wiege liegen, kennen wir heute leider nur noch aus alten Erzählungen; und die Wiegenlieder sind bei uns zivilisierten Völkern – genauso wie die Wiege selbst – im Begriff, Museumsgut zu werden.<br />    Wir leben in einem Zeitalter der Aufklärung und der Hygiene, alles ist praktisch, sauber, real, nützlich. Wer hätte denn auch noch die Zeit, Kinder zu wiegen oder Schlaflieder zu summen. Wir leben in einer Zeit der Hast und des Tempos, wo jede Minute kostbar erscheint. Unsere Jugend liebt heiße Rhythmen, Radio und Fernsehen schaffen eine Geräuschkulisse, die den so genannten Feierabend ausfüllt. <br />    Es gibt alte Bilder berühmter Meister, da sitzen Menschen abends im Lehnstuhl und haben die Hände in den Schoß gelegt. Sie ruhen aus von des Tages Arbeit und ihre Gesichter sind friedlich und gelöst. Auch unsere Großeltern ruhten sich noch auf diese Weise aus. Sie lebten im Rhythmus des Tages und der Nacht. Wachskerze, Petroleumlampe und Gasbeleuchtung reichten noch nicht aus, um die Nacht zum Tag zu machen. Unsere Vorfahren wussten wahrscheinlich noch nicht, dass es Früh- und Spätschlaftypen gibt. Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Tiefschlafstörungen, sie kannten kaum Schlafmittel, denn sie schliefen in der Regel gut – es sei denn, eine schwere Krankheit oder Schmerzen hinderten sie daran. <br />    Heute ist die Schlaflosigkeit zum Zeitproblem geworden. Nicht nur Erwachsene und Greise, sondern auch Jugendliche und Kinder schlafen nicht mehr. Es gibt Hunderte von Schlaf-, und Beruhigungsmitteln und in Europa und Amerika wohl Millionen von Schlaflosen.<br />    Die Wissenschaft hat längst eingesehen, dass dieses Problem nicht mehr mit Medikamenten zu lösen ist, da es sich hierbei um eine Lebensfrage des modernen Menschen handelt. Der Verlust des Rhythmus ist das Danaer-Geschenk der Maschine, die es uns möglich macht, durch einen Schalterdruck die Nacht zum Tage zu erhellen. Durch die Technik ist der Mensch frei geworden, seinen Lebensrhythmus selbst zu gestalten, er ist aber auch in Gefahr, diesen zu verlieren. Unsere Jugend steht bereits in derselben Gefährdung. Schlaf ist ein Geschenk der Natur, aber man kann auch Geschenke vergessen. <br />    Schlaf ist wohl das älteste Heilmittel, und der Tempelschlaf der alten Kulturvölker setzt sich durch alle Zeiten hindurch fort bis zur Heilschlafbehandlung, der modernen Medizin. Wer von uns hätte sich nach einer schweren Krankheit nicht schon mal gesund geschlafen? <br />    Der Dichter Friedrich Schiller schreibt in seinen prosaischen Schriften: „Unter dem Schlaf ordnen sich die Lebensgeister wiederum in jenes heilsame Gleichgewicht, das die Fortdauer unseres Daseins so sehr verlangt; alle jene krampfigen Ideen und Empfindungen, alle jene überspannten Tätigkeiten, die uns den Tag durch gepeinigt haben, werden jetzt in der allgemeinen Erschlaffung des Sensoriums aufgelöst, die Harmonie der Seelenwirkungen wird wiederum hergestellt, und ruhiger grüßt der neuerwachte Mensch den kommenden Morgen. Der Schlaf versiegelt gleichsam das Auge des Kummers, nimmt dem Fürsten und Staatsmann die schwere Bürde der Regierung ab, gießt Lebenskraft in die Adern des Kranken und Ruhe in sein zerrissene Seele.“<br />    Heute wird uns ein gesunder Schlaf nicht mehr ohne weiteres geschenkt, wir müssen ihn uns verdienen, wir müssen ihm etwas opfern, es sei denn, wir gingen den bequemen Weg, regelmäßig Schlaftabletten zu nehmen – ein Verfahren, das uns in seelische Abhängigkeit und zu gesundheitlichen Schädigungen führt.<br />    Es soll hier nur stichwortweise auf die vielen naturgemäßen Möglichkeiten , den Schlaf zu fördern, hingewiesen werden. Es gibt viele Hilfsmittel einfacher Art, auf die schon Pfarrer Kneipp hingewiesen hat: Das Wassertreten, das Luftbad mit Trockenbürsten der Haut, das ansteigende Fußbad, kühle Waschungen des Unterleibs, den Wadenwickel und vieles andere mehr. Aber in diesem Beitrag sollen vor allem Hinweise gegeben werden, die in der allgemeinen Gesundheitsliteratur weniger berücksichtigt sind.<br />    Wer gut und friedlich schlafen will, der sollte, so merkwürdig es klingen mag, bereits am Tage mit der Vorbereitung beginnen; er muss lernen, kleine schöpferische Pausen einzulegen. Er muss sich bemühen, einmal für Augenblicke, und seien es eine oder zwei Minuten, die Unrast abzulegen und sich von allem zu lösen, was ihn treibt und bewegt. Wer abgehetzt, strapaziert vom Programm des Fernsehens oder angeregt durch die Berichte der letzten Illustrierten sich ins Bett begibt, der sollte sich nicht wundern, wenn ihm vor Müdigkeit die Augen nicht zufallen&nbsp; und er am nächsten Morgen unausgeschlafen erwacht. Es lohnt sich bestimmt, vor dem Zubettgehen für einige Minuten einen wirklichen Feierabend zu begehen, etwas Besinnliches zu lesen, gute Musik zu hören oder noch besser, selbst Musik zu spielen – und sei es ein Wiegenlied. Man könnte auch mit dem Ablegen der Kleider die Vorstellung pflegen, als lege man gleichzeitig damit die Sorgen und Probleme des Tages ab, Teil um Teil. Im Bett sollte man sich erst einmal richtig dehnen und rekeln, so wie es die Katzen tun, und versuchen, seine Glieder zu lösen und „abzulegen“, bis man sie schwer und warm empfindet. Auch ein Rückblick auf den vergangenen Tag, den man Bild für Bild noch einmal abrollen lässt, oder die Beschäftigung mit einem Märchen vermag eine Stimmung hervorzurufen, die dem Schlaf entgegenkommt. Wahrscheinlich müssen wir erst lernen, uns dieser Stimmung hinzugeben, wie sie Christian Morgenstern in den Versen so schön charkakterisiert:</p>
<p>„Auf braunen Sammetschuhen geht<br />    der Abend durch das milde Land, <br />    sein weiter Mantel wallt und weht<br />    und Schlummer fällt von seiner Hand“</p>
<p>Es würde kaum einem von uns einfallen, in Straßenkleidern zu einer Abendgesellschaft zu gehen, aber fast alle von uns versuchen, beladen mit den Alltagssorgen, mit der Hast und Unruhe des Tages, in das Reich des Schlafes einzutreten und wundern sich dann, wenn ihnen der Eintritt verwehrt wird. Um schlafen zu können, müssen wir versuchen, unser Empfinden möglichst bildhaft zur Ruhe kommen zu erziehen und auch bei Kindern kann man damit beginnen.<br />    Ein amerikanischer Psychologe hat einmal geäußert: „Das sicherste Mittel um schlafen zu können ist der fest Vorsatz, um keinen Preis einschlafen zu wollen.“ Damit ist etwas sehr Weises angesprochen, nämlich, dass jede Form von Erwartung unseren Organismus in Spannung versetzt und damit der Ruhe entgegen arbeitet. Versuchen Sie es doch einmal anders. Stellen Sie sich vor den Spiegel, lächeln sich selbst einmal an und achten darauf, dass Sorgenfalten und verspannte Kinnpartie sich lösen. Dann versuchen Sie herzhaft zu gähnen. Gähnen ist ein Tiefatemreflex bei Mensch und Tier, der nicht nur erhöhtes Sauerstoffbedürfnis sättigt, sonder gleichzeitig auch Spannungen und Verkrampfungen im Raum des Kehlkopfes in der Zwerchfellregion und im Sonnengeflecht löst. Dann könnten Sie sich im Bett zurechtrekeln nach dem Motto: Wie man sich bettet, so liegt man. Ein oft erprobtes Mittel das den Schlaf fördert ist das Nachspielen einer Schlafatmung. Der Rhythmus des gesunden Schläfers ist gekennzeichnet durch ein gleichmäßiges ein – aus – Pause, wobei der Schwerpunkt in der Ausatmung und in dem Verweilen der Pause liegt. Diese Art zu atmen ist fast ein melodisches, ein rhythmisches Problem und man kann vollziehen nach dem Grundsatz: Es ist unmöglich, aufgeregt oder hellwach zu sein, wenn es mir gelingt, einen Atemrhythmus festzuhalten, der völlig anders geartet ist. Wer hineinfällt in eine völlig spannungslose Phase mit einer längeren Atempause. Wichtig ist nur, dass diese Form des Atmens wirklich gespielt wird, dass man sich dabei nicht anstrengt, etwas erreichen möchte, sondern sich in dieser Atempause hineinfallen lässt. Das Loslassen, das sich Abgeben können, das sich Fallenlassen, das ist ja etwas, was die zivilisierte Menschheit durch den Stress des Tages immer mehr verlernt hat. So wurde eine Atemform zu einem Spiel mit einem Rhythmus der Ruhe und des Lassen könenn.<br />    Guten Abend, gute Nacht</p>
<p>Aus Atem und Mensch 3/1975</p>
<p>Buchtipp bei Schlafstörungen: <a href="/wordpress/buchtipp-susanne-duden/" title="" target="_blank">bitte hier klicken </a></p>
<p> <br xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" />   <br xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" />   <br xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" />   &nbsp;&nbsp;</p>
<p> <br xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" />   &nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.atemmassage.de/2010/04/guten-abend-gute-nacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
