Ein gutes Neues Jahr ….
So, 1. Januar 2012Foto: Michael Seyffer, München
Tausende von Leben hatte ich Gott gesucht. Manchmal sah ich ihn in der Ferne, aber wenn ich ihm näher kam, war er bereits weitergegangen. Ich suchte und suchte, bis ich eines Tages ein Tor sah, auf dem geschrieben war: „Dies ist das Haus, wo Gott wohnt!“
Da wurde ich zum ersten Mal unruhig und verwirrt, zitternd ging ich die lange Treppe hoch. Eben wollte ich an die Tür klopfen, als ich blitzartig innehielt, eine tiefe Frage hatte mich erschüttert. „Wenn ich an diese Türe klopfe und Gott mir öffnet, was dann? Dann wäre alles zu Ende, mein Alltag, meine spirituelle Suche, mein Abenteuer, meine Philosophien, die tiefe Sehnsucht meines Herzens. Durch dieses Tor zu gehen, das wäre Selbstmord!“
Schleunigst zog ich die Schuhe aus, schlich leise die Treppe hinunter, und sobald ich wieder unten auf dem Weg war, setzte ich meine intensive Suche nach Gott fort und renne seit Jahrtausenden weiter, ohne mich jemals umzudrehen.
Immer noch suche ich nach Gott, obwohl ich eigentlich genau weiß, wo er wohnt. Alles, was ich also auf meiner spirituellen Suche zu tun habe, ist diese Haus zu meiden, diese Haus, das mich ständig plagt, denn ich erinnere mich ganz genau, sollte ich diese Haus betreten, dann wäre alles zu Ende!“
Tagore

ASIATISCH
wurde in Heidelberg in der Willy-Hellbach-Schule (= Berufsfachschule und Wirtschaftsgymnasium) von dem Schulleiter Ernst Fritz Schubert entwickelt. Es findet derzeit in über 30 Schulen im deutschsprachigen Raum Anwendung und wurde durch Prof. Gehmacher (OECD-Beauftragter Österreichs) und Prof. Wolfgang Knörzer (Päd. Hochschule Heidelberg) evaluiert. 2008 bekam es durch Bundespräsident Köhler eine Auszeichnung durch eine gemeinsame Initiative von Wirtschaft und Bundesregierung: den Preis für „Deutschland – Land der Ideen“. Die Evaluationen belegen den Erfolg des Programms v.a. auf den Ebenen der Verbesserung des seelischen, körperlichen und sozialem Wohlbefindens sowie der Stärkung der Persönlichkeit. 