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Archiv für die Kategorie: ‘Atemfundus’

Befrage Deinen Atem

Mo, 1. Juni 2009

von Gabriele Erb, geb. 1946, verheiratet, lebt als Diplom-Psychologin, Atempädagogin,
Fachübersetzerin und Fachjournalistin in München.
Erstveröffentlichung: Psychologie Heute, November 1998

Die meisten Menschen atmen falsch. Zu flach und zu hastig holen sie Luft und stoßen sie wieder aus. Die Atmung erfüllt dann nicht ihre Aufgabe: Statt Lungen und Blutkreislauf mit Sauerstoff zu versorgen, wird nur verbrauchte Luft in den Atemwegen hin und hergeschoben. Das hat  Folgen für das körperliche und psychische Wohlbefinden.

Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit für folgende Fragen:

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Atemtherapie in den Wechseljahren

Fr, 1. Mai 2009

von Helga Segatz

„Mit 50 ist das Geburtstor endgültig verschlossen, und das andere tut sich auf“, sagte mir eine Patientin anlässlich ihres 55. Geburtstages. Gemeint hat sie damit, dass nun ein Abschnitt vorbei ist und ein neuer beginnt. Eine gute Zeit, Bilanz zu machen, den eigenen Standpunkt und die bislang getroffenen Entscheidungen zu prüfen. 
Bis zum 30. Lebensjahr stellen wir uns für unser Leben auf: Schulabschluss, Lehre, Studium, Beruf, möglicherweise ist auch schon ein Partner fürs Leben gefunden, mit dem man bereits Kinder hat oder haben möchte. Im Hebräischen ist das Wort für Tisch schulchan aus dem Wort sch-l-ch gebildet, welches „schicken“ bedeutet. Nach der Thora schickt uns der Himmel am „Tisch des Lebens“ die Nahrung. Diese Nahrung, das uns Zugeschickte, ist unser Geschick, unser Schicksal. Es wird in kleine Brocken von Zeiteinheiten aufgeteilt, die uns nun in Form von Begegnungen mit Menschen, Gedanken, Büchern „geschickt“ werden und uns zu der Persönlichkeit formen, der wir mit 50 Jahren im Spiegel begegnen.

Mit 50 öffnet sich ein neues Tor, aber man nimmt es nicht immer wahr.

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Spiel mit dem Atem – schöpferisches Handeln

Do, 2. April 2009

von Claudia Juretzko-Schroll

 „Nur im Spiel ist der Mensch ganz Mensch.“ 
 Friedrich Schiller

Aufgrund meiner Arbeit mit Kindern hat mich das Thema der AFA-Tagung 2001 ‘Atem-Kunst – Schöpfen aus dem Moment’ bewogen, einige Gedanken zum kindlichen Spiel und seiner Verbindung zum Atem niederzuschreiben. Spiel und Atem sind für mich gleichermaßen Mittler zwischen Innen- und Außenwelt und scheinen ähnlichen Gesetzmäßigkeiten zu unterliegen. Beide haben ihren Ursprung im Augenblick, werden aus dem Moment heraus kreiert. Das “Sein” im zeitlosen Raum ist das Geschenk von Atem und Spiel, wenn es uns und den Kindern gelingt, ganz einzutauchen.
Atemkraft und spielerische Ausdruckskraft wachsen uns im Laufe unseres Lebens jeden Augenblick neu zu oder werden durch äußere Faktoren eingeengt und behindert; sowohl das Spiel als auch der Atem sind leicht störbar.
Zu erforschen, inwieweit Spiel und Atem sich gegenseitig

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Atemtherapie bei Herzerkrankungen

So, 1. März 2009

Im Lancet, einer der besten medizinischen Fachzeitschriften weltweit (Vol 351, May 2, 1998, S. 1308 – 1311) wurde eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Atmung von Herzkranken beschäftigt.

Dabei standen zwei Fragen im Mittelpunkt der Erforschung:
1. Was für eine Atmung haben Menschen, die unter Herzschwäche leiden?
2. Können Herzkranke ihre Atmung trainieren um zu einer besseren Sauerstoffversorgung zu kommen?

Es wurden 50 Patienten mit chronischer Herzschwäche untersucht. Alle Patienten waren Nichtraucher, nicht lungenkrank, in einer stabilen Situation und erhielten Standartmedikamente für ihre Herzerkrankung. Zur Kontrolle wurden 11 Gesunde untersucht. Bei allen wurde gleichzeitig ein EKG, Lungenvolumen, Blutdruck und Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen. Es wurde festgestellt, das alle Herzkranken unregelmäßig atmeten. Um gegen das Gefühl von Atemnot anzugehen, veränderten sie unbewusst ihren Atemrhythmus: sie atmeten schneller und variierten öfter

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Nicht nur Bären machen einen Winterschlaf

Mo, 2. Februar 2009

Erlebnisse beim Atemkurs bei Edeltraud Koch, Berlin
von I. Müller

„Wenn Sie diese spezielle Arbeit mit dem Atem noch nicht kennen gelernt haben, nehmen Sie doch mal an einer Atemstunde in der Gruppe teil. Diese Atemarbeit wendet sich nämlich an „den ganzen Menschen“ und lässt sich nur unvollkommen mit Worten beschreiben. Sie sollten die Wirkung dieser Arbeit selbst erfahren wenn Sie darüber berichten möchten.“
Diese telefonische Antwort bekam ich, als ich bei der Atempädagogin E. Koch um eine kurze Beschreibung einer Atemstunde bat. Ich hatte gerade nichts vor, also nahm ich die Gelegenheit beim Schopfe, in drei Tagen zu meinem ersten Atemkurs zu gehen.
Zusammen mit sieben plaudernden Damen – fast alle reiferen Alters – saß ich im großen Kreis und schnell wurde es still. Konzentriert wurden sanfte Übungen von den Füßen, über die Knie, zu den Hüften, dem Rumpf, die Arme und den Kopf angeboten. Nach den Übungen blieb immer genügend Zeit, um zu bemerken, wie die Atmung sich verändert hat. Frau Koch erinnerte uns daran, den Atem kommen und gehen zu lassen und das eigene Maß in der Übung zu finden. Eine volle Stunde wurden so unter der Anleitung der Atempädagogin Übungen ausgeführt. „Der Innenraum des Körpers wurde

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