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Judas

Februar 2017
von Amos Oz (Suhrkamp Verlag)
Im Winter 1959 wird der junge Schmuel von seiner Freundin verlassen, seine Eltern m√ľssen Konkurs anmelden und er dadurch sein Studium abbrechen um selbst f√ľr seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Er findet Arbeit in einem alten Jerusalemer Haus als Gesellschafter eines behinderten, rhetorisch gewandten Mann. Dieser lebt mit seiner sch√∂nen Schwiegertochter Atalja Abranbanel zusammen, die fast doppelt so alt ist wie Schmuel und die ihm gleich zu Beginn sagt, dass er diesen Arbeitsplatz verlieren w√ľrde, wenn er sich in sie verliebe.
Zun√§chst scheint es, als w√ľrden alle drei ein ruhiges Leben f√ľhren. Schmuel beginnt wieder mit seiner Forschungsarbeit √ľber „Judas in der Perspektive der Juden“, die Verk√∂rperung des Verrats und der Niedertracht und entschl√ľsselt allm√§hlich die Geheimnisse des dunklen und einsamen Hauses und seiner Bewohner.
Dieses Buch wurde 2015 mit dem internationalen Literaturpreis ausgezeichnet.

Was genau ist Weisheit?

Michael R. Levenson, Professor f√ľr Psychologie hat an unterschiedlichen Institutionen in den USA dazu geforscht und Judith Gl√ľck (Psychologin an der Universtit√§t Klagenfurt) hat dazu ein Buch geschrieben ‚ÄěWeisheit ‚Äď die 5 Prinzipien des gelingenden Lebens‚Äú, das vom K√∂sel Verlag herausgegeben wurde.
Dort sagt sie u.a. ‚Äěein weiser Mensch hat eine freundliche Gelassenheit, sich die Dinge anzuschauen, ohne √ľber sie zu urteilen.‚Äú Dabei kann er  bei einem Problem andere Perspektiven ber√ľcksichtigen und widersteht dem Drang, sich selbst in ein gutes Licht zu stellen.

Wie weise jemand reagiert ist auch eine Frage der Wesensz√ľge und lassen sich zu einem gewissen Grad auch trainieren. Dazu geh√∂rt die F√§higkeit sein Selbstbild kritisch zu hinterfragen, offen zu sein gegen√ľber Neuem und die Meinungen anderer Menschen zu akzeptieren. Ein weiser Mensch kann mit den eigenen Gef√ľhlen gut umgehen ‚Äď auch den unerw√ľnschten und ist f√§hig zur Empathie.

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